Ein eisiger Gruß aus dem Norden rollt auf Düsseldorf zu. Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor einer Kältewelle, die in den nächsten Tagen Eisregen und gefährliche Glätte mit sich bringen wird. Die Temperaturen werden auf bis zu minus 8 Grad fallen – ein ungewöhnlich scharfer Kälteeinbruch für unsere Region. Laut Meteorologen könnte dies der kälteste Februarabschnitt seit 2018 werden.
Wer dieser Tage durch die Straßen der Landeshauptstadt geht, bemerkt bereits die ersten Anzeichen. Die Menschen ziehen die Schals enger und die Händler an der Königsallee haben Streusalz vor ihren Eingängen platziert. «Wir bereiten uns auf einen echten Kraftakt vor», erklärt Matthias Fischer von der Düsseldorfer Stadtreinigung. Seine Teams stehen rund um die Uhr bereit. «Besonders tückisch wird der Wechsel zwischen Regen und Frost sein, der spiegelglatte Flächen entstehen lässt.»
Bei meinen Recherchen in Düsseldorf-Bilk heute Morgen traf ich eine ältere Dame, die besorgt ihre Einkäufe nach Hause trug. «In meinem Alter ist jeder Schritt auf Glatteis ein Risiko», sagte sie mir. Das Rheinische Klinikum berichtet bereits von einer steigenden Zahl an Knochenbrüchen durch Stürze.
Der ÖPNV bereitet sich ebenfalls vor. Die Rheinbahn hat zusätzliche Mitarbeiter eingeteilt, um Weichen eisfrei zu halten. «Im schlimmsten Fall müssen wir mit Einschränkungen im Fahrplan rechnen», so ein Sprecher. Busse werden mit Winterreifen ausgestattet, doch bei extremer Glätte könnte es dennoch zu Ausfällen kommen.
Die Kältewelle wird uns vermutlich mindestens bis zum Wochenende im Griff haben. Für uns alle heißt das: Vorsichtig unterwegs sein, warme Kleidung tragen und auf die Mitbürger achten, die bei Eis und Schnee besondere Hilfe brauchen könnten. Übrigens ein Tipp aus meinen Jahren in München: Eine dünne Schicht Vaseline auf den Wangen schützt vor Erfrierungen, wenn der Wind besonders eisig um die Häuserecken pfeift.