Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben am Freitagabend eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Trotz phasenweise überzeugender Leistung unterlagen die Norddeutschen dem Titelverteidiger EHC Red Bull München mit 3:6 (0:2, 2:2, 1:2). Besonders bitter: Nachdem die Pinguins zwischenzeitlich einen 0:3-Rückstand aufgeholt hatten, entglitt ihnen das Spiel im Schlussdrittel.
Der Start war denkbar ungünstig für die Mannschaft von Coach Thomas Popiesch. Bereits nach neun Minuten lag Bremerhaven mit 0:2 zurück. Die Münchner Treffer von Varejcka und Hager kamen nach schnellen Kombinationen, bei denen die sonst so stabile Pinguins-Abwehr nicht gut aussah. «Wir waren anfangs nicht präsent genug in den Zweikämpfen», analysierte Kapitän Jan Urbas nach dem Spiel.
Doch im zweiten Drittel zeigte sich das Kämpferherz der Norddeutschen. Nach dem 0:3 durch Parkes starteten sie eine beeindruckende Aufholjagd. Zunächst traf Ross Mauermann zum 1:3, bevor Ziga Jeglic mit einem sehenswerten Alleingang auf 2:3 verkürzte. Die 4.647 Zuschauer in der ausverkauften Eisarena Bremerhaven gerieten in Ekstase, als Miha Verlic in der 43. Minute den verdienten Ausgleich erzielte.
«In dieser Phase haben wir gezeigt, dass wir mit jedem Team in dieser Liga mithalten können», sagte Trainer Popiesch. «Aber gegen München darfst du dir keine Schwächephase erlauben.» Und genau diese folgte kurz darauf. Die Gäste aus Bayern schlugen eiskalt zurück, als Eisenschmid, Kastner und erneut Hager mit drei Treffern innerhalb von nur sieben Minuten die Partie entschieden.
Trotz der Niederlage können die Pinguins auf ihre Aufholjagd stolz sein. Mit 62 Punkten bleiben sie auf Playoff-Kurs in der DEL. Für Bremerhaven geht es bereits am Sonntag weiter, wenn die Eisbären Berlin zu Gast sind. München festigt mit dem Sieg seinen zweiten Tabellenplatz und bleibt erster Verfolger der Eisbären.