Der Deutsche Wetterdienst hat für weite Teile Nordrhein-Westfalens eine amtliche Warnung vor Glätte herausgegeben. Auch Köln und das Umland sind betroffen. Die Warnung gilt seit dem frühen Montagmorgen und bleibt voraussichtlich bis zum späten Vormittag bestehen. Besonders gefährdet sind Autofahrer auf Brücken und in Waldgebieten, wo sich Raureif und überfrierende Nässe bilden können.
Die Temperaturen liegen vielerorts nur knapp über dem Gefrierpunkt. In den ländlichen Gebieten rund um Köln wurden stellenweise minus zwei Grad gemessen. «Bei diesen Bedingungen reicht schon eine minimale Feuchtigkeit auf der Straße, um gefährliche Rutschflächen zu bilden», erklärt Meteorologe Martin Pscherer vom Deutschen Wetterdienst.
Die Kölner Verkehrsbetriebe haben bereits reagiert und Streufahrzeuge auf die wichtigsten Verkehrsachsen geschickt. In den frühen Morgenstunden kam es dennoch zu mehreren glättebedingten Unfällen auf der A3 und A4. Glücklicherweise blieb es bei Blechschäden.
Als ich heute Morgen durch die Kölner Innenstadt fuhr, waren besonders die Nebenstraßen tückisch. An Stellen, die im Schatten liegen, hatte sich eine kaum sichtbare Eisschicht gebildet. «Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Vorsicht«, sagte Polizeisprecher Thomas Held. «Besonders Fußgänger und Radfahrer sollten ihre Geschwindigkeit anpassen.»
In den kommenden Tagen bleibt die Glättegefahr bestehen. Erst ab Mittwoch rechnen die Meteorologen mit einer leichten Wetterbesserung. Was für Autofahrer ein Ärgernis ist, freut allerdings die Kinder: In einigen höher gelegenen Regionen des Bergischen Landes könnte es sogar für eine dünne Schneedecke reichen. Die Frage bleibt: Ist das nur ein kurzer Wintergruß oder der Beginn einer längeren Kältephase?