VfB Stuttgart dominiert kraftlos wirkende Borussia
Die Schwaben haben es schon wieder getan. Mit einem souveränen 3:1 beim Gastspiel in Gladbach zementiert der VfB Stuttgart seinen beeindruckenden Saisonlauf. Was auffällt: Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß wirkt mittlerweile so selbstverständlich dominant, als hätte sie nie etwas anderes getan, als in der Bundesliga-Spitze mitzuspielen.
Am Samstagabend im Borussia-Park machte der VfB genau da weiter, wo er vor der Länderspielpause aufgehört hatte. Während die Gastgeber noch nach ihrer Form suchten, zeigten sich die Stuttgarter von Beginn an hellwach. El Bilal Touré nutzte bereits nach neun Minuten seine Chance und brachte die Gäste in Führung. Besonders bemerkenswert: Die Selbstverständlichkeit, mit der der VfB agierte. Keine Spur von Nervosität, stattdessen taktische Reife und Spielkontrolle.
«Wir haben genau den Spielplan umgesetzt, den wir uns vorgenommen hatten», erklärte ein sichtlich zufriedener Deniz Undav nach dem Spiel. «Die frühe Führung hat uns in die Karten gespielt, aber entscheidend war, wie wir danach weiter Druck gemacht haben.» Der Nationalspieler selbst legte in der 73. Minute nach einem mustergültigen Konter das vorentscheidende 2:0 nach.
Die Zahlen sprechen für sich: Stuttgart hielt den Ball über weite Strecken in den eigenen Reihen (58 Prozent Ballbesitz), gewann mehr Zweikämpfe und erspielte sich deutlich mehr Torchancen als die Fohlen. Der Ehrentreffer von Nathan Ngoumou (82.) kam zu spät, zumal Enzo Millot nur drei Minuten später mit dem 3:1 den alten Abstand wiederherstellte.
Was besonders auffällt: Der VfB ist längst kein Überraschungsteam mehr. Die Mannschaft hat sich in der erweiterten Spitzengruppe der Bundesliga etabliert. Die Entwicklung seit dem Fast-Abstieg 2022 ist beeindruckend. Und während man in Stuttgart von Spiel zu Spiel denkt, stellt sich für neutrale Beobachter längst die Frage: Was ist für dieses Team in dieser Saison eigentlich noch alles möglich?