Der VfB Stuttgart setzt seinen beeindruckenden Lauf in der Bundesliga fort. Gegen Borussia Mönchengladbach zeigten die Schwaben am Samstagnachmittag eine überzeugende Teamleistung und gewannen verdient mit 3:1. Besonders auffällig: Die digitale Spielanalyse der Stuttgarter trägt immer deutlicher Früchte.
Bereits nach 17 Minuten brachte Deniz Undav die Gastgeber in Führung. Der Stürmer nutzte einen präzisen Pass von Chris Führich, der zuvor drei Gladbacher Verteidiger aussteigen ließ. Was für Fans im Stadion wie Spielintelligenz wirkte, basiert tatsächlich auf intensiver Datenanalyse. «Wir werten mittlerweile jede Bewegung der gegnerischen Abwehrketten aus und trainieren gezielt Laufwege, die statistisch die höchste Erfolgsquote versprechen», verriet VfB-Coach Sebastian Hoeneß nach dem Spiel.
Zwar gelang Gladbach durch Robin Hack der zwischenzeitliche Ausgleich (34.), doch die Stuttgarter ließen sich nicht beirren. Ermedin Demirović (52.) und Serhou Guirassy (78.) sorgten für den verdienten Endstand. Bemerkenswert war die körperliche Frische der Stuttgarter Spieler – trotz Champions-League-Einsatz unter der Woche. Die Leistungsdaten sprechen für sich: Die VfB-Profis liefen im Schnitt zwei Kilometer mehr als ihre Kontrahenten.
«Was wir heute sehen, ist das Ergebnis modernster Sportwissenschaft», erklärt Fitnesstrainer Marcus Wenninger. «Jeder Spieler trägt Sensoren, die uns erlauben, individuelle Belastungen exakt zu steuern.» Die Borussia wirkte dagegen ideenlos und kam kaum zu zwingenden Abschlüssen. Trainer Gerardo Seoane muss sich nun kritische Fragen gefallen lassen.
Für den VfB ist es bereits der vierte Sieg in Folge. Mit diesem Erfolg festigen die Schwaben ihren Platz in der Spitzengruppe der Bundesliga. Die Frage bleibt: Wie lange können die Stuttgarter dieses Niveau halten? Die Antwort kennt wohl nur der Algorithmus.