Die Neuausrichtung in der Führungsetage des VfB Stuttgart nimmt weiter Form an. Nach dem plötzlichen Abschied von Thomas Kasper als Leiter der Unternehmenskommunikation bestätigte der Bundesligist am Mittwoch offiziell, dass Marketingvorstand Karsten Petry diese Position übernehmen wird.
Die Entscheidung kommt für Insider nicht überraschend. Petry, der seit 2021 die Marketingabteilung des VfB mit innovativen Digitalkonzepten neu positioniert hat, bringt umfangreiche Erfahrung in der strategischen Kommunikation mit. «Der VfB steht vor entscheidenden Jahren, in denen wir unsere Marke noch stärker in der digitalen Welt verankern müssen», erklärte Petry bei seiner Vorstellung.
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt des Wechsels mitten in der Saison. Der VfB, aktuell sportlich im Aufwind, nutzt offenbar die positive Stimmung für strukturelle Veränderungen. Vorstandschef Alexander Wehrle betonte, dass «die Verzahnung von Marketing und Kommunikation in Zeiten sozialer Medien wichtiger denn je» sei. Die Doppelrolle Petrys soll dabei helfen, die Außendarstellung des Clubs zu harmonisieren.
Petry selbst hat bereits erste Pläne skizziert: «Wir werden die Nähe zu unseren Fans durch neue digitale Formate stärken und gleichzeitig unsere internationale Präsenz ausbauen.» In der Branche gilt er als Verfechter datengetriebener Kommunikationsstrategien. Ob er beide Positionen langfristig parallel führen wird, ließ der Club offen – typisch für die schrittweise Umstrukturierung, die der VfB seit Monaten vorantreibt.
Mit diesem Personalwechsel folgt Stuttgart dem Trend vieler Bundesligisten, ihre Kommunikation enger mit dem digitalen Marketing zu verzahnen. Für die Fans bleibt zu hoffen, dass die neue Struktur genauso erfolgreich funktioniert wie das aktuelle Spiel ihrer Mannschaft auf dem Rasen.