Der Unfall auf der Tharandter Straße erschüttert Löbtau. Ein 26-jähriger Mann wurde gestern Abend schwer verletzt, als ihn ein Kastenwagen erfasste. Der Fußgänger überquerte gegen 21:30 Uhr die stark befahrene Straße außerhalb der Fußgängerüberwege, als es zum tragischen Zusammenstoß kam. Der Rettungsdienst brachte ihn mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.
An dieser Stelle häufen sich die Unfälle – ich beobachte das seit Jahren bei meinen Recherchen in Dresden. «Diese Straße ist eine der gefährlichsten Verkehrsadern im Dresdner Westen», erklärte mir Verkehrsexperte Thomas Lehmann erst letzte Woche. Die Statistik gibt ihm recht: Allein in diesem Jahr ereigneten sich hier bereits acht schwere Unfälle mit Fußgängerbeteiligung.
Der Fahrer des Transporters, ein 41-jähriger Mann, erlitt einen Schock. Zeugen berichten, er habe trotz Bremsversuch keine Chance gehabt, den plötzlich auftauchenden Fußgänger zu vermeiden. «Es ging alles so schnell. Der Mann war plötzlich auf der Straße», sagte eine Anwohnerin, die den Unfall beobachtete.
Die Polizei Dresden ermittelt nun zur genauen Unfallursache. Die Tharandter Straße blieb für rund zwei Stunden gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Ein altbekanntes Problem im Dresdner Westen, wo Ausweichrouten rar gesät sind.
Anwohner fordern seit Langem zusätzliche Querungshilfen auf diesem Abschnitt. Wie lange noch, bis die Verkehrssicherheit hier ernster genommen wird? Die Antwort steht in den Sternen – für den Schwerverletzten kommt sie ohnehin zu spät.