In Berlin ist am Montagnachmittag eine Person im Halensee ins Eis eingebrochen und musste von der Feuerwehr gerettet werden. Gegen 15:30 Uhr alarmierten Augenzeugen die Einsatzkräfte, nachdem sie bemerkt hatten, wie jemand auf der brüchigen Eisfläche eingebrochen war. Trotz der eisigen Temperaturen der vergangenen Tage ist die Eisdecke auf Berliner Gewässern noch nicht tragfähig – ein Umstand, vor dem die Behörden bereits gewarnt hatten.
Die Berliner Feuerwehr rückte mit Spezialausrüstung an und konnte die Person mit einem Eisrettungsschlitten bergen. «Die eingebrochene Person befand sich in akuter Lebensgefahr. Bei solchen Wassertemperaturen bleiben oft nur Minuten, bevor Unterkühlung und Erschöpfung lebensgefährlich werden«, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr vor Ort. Nach der Rettung wurde die unterkühlte Person vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.
In meinen fast zwei Jahrzehnten als Reporterin habe ich immer wieder über solche Vorfälle berichtet, besonders in den ersten Kälteperioden des Winters. Dabei fällt mir auf, wie viele Menschen die Gefahr unterschätzen. Bereits eine dünne Eisschicht kann den trügerischen Eindruck von Stabilität vermitteln. Die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr betonen, dass das Betreten von Eisflächen auf Seen und Teichen lebensgefährlich ist, solange die Eisdecke nicht mindestens 15 Zentimeter dick ist.
«Menschen sollten die Warnhinweise wirklich ernst nehmen. Der Halensee ist, wie alle Gewässer in Berlin, aktuell nicht zum Betreten freigegeben«, mahnte auch ein Vertreter des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf.
Dieser Vorfall ist kein Einzelfall in der Hauptstadt. Erst letzten Winter gab es mehrere ähnliche Einsätze, einige davon mit tragischem Ausgang. Er erinnert eindringlich daran, dass der Reiz einer verschneiten Eisfläche nie das Risiko wert ist. Vielleicht braucht es deutlichere Warnschilder – oder einfach mehr gesunden Menschenverstand.