Am vergangenen Sonntag verwandelte sich das Dortmunder Konzerthaus in einen Ort voller Hoffnung und Zukunftsvisionen. Beim traditionellen Neujahrsempfang 2026 versammelten sich rund 1.200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Das Thema des Abends: Dortmunds Weg als innovative Metropole im Ruhrgebiet. Begleitet wurde der festliche Anlass von den Dortmunder Philharmonikern, die unter anderem das Steigerlied interpretierten – eine Hommage an die Wurzeln der Stadt.
Die Stimmung im prächtig dekorierten Saal war spürbar optimistisch. «Dortmund hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, weg vom reinen Industriestandort hin zu einem Zentrum für Technologie und Wissenschaft», erklärte Oberbürgermeister Thomas Westphal in seiner Ansprache. Er verwies auf die erfolgreiche Ansiedlung mehrerer Forschungsinstitute und die wachsende Startup-Szene.
Besonderes Augenmerk lag auf den Plänen für das Jubiläumsjahr 2030, wenn Dortmund sein 1150-jähriges Bestehen feiert. «Wir wollen dieses Jubiläum nutzen, um die Stadt noch stärker als lebenswertes Zentrum im östlichen Ruhrgebiet zu positionieren», so Kamilla Meyer, Vorsitzende des Stadtmarketings.
Beeindruckend fand ich vor allem die Ausstellung im Foyer. Dort präsentierten lokale Unternehmen und Hochschulen innovative Projekte – von nachhaltigen Verkehrskonzepten bis zu digitalen Lösungen für die Stadtentwicklung. Als jemand, der seit Jahren über den Strukturwandel im Ruhrgebiet berichtet, konnte ich den Stolz der Dortmunder auf ihre Stadt deutlich spüren.
Ein Höhepunkt des Abends war zweifellos der Moment, als die Philharmoniker das Steigerlied anstimmten und viele Gäste spontan mitsangen. Dieses Gemeinschaftsgefühl ist typisch für das Ruhrgebiet – Tradition und Innovation gehen hier Hand in Hand. Dortmund scheint bereit für die Herausforderungen der Zukunft, ohne seine Geschichte zu vergessen. Für die Menschen in der Region bedeutet das: Heimat bleibt Heimat, auch wenn sie sich wandelt.