Die Bundeshauptstadt ist am Morgen im Dunkeln versunken. Ein großflächiger Stromausfall legte in Berlin-Köpenick mehrere Stadtteile lahm. Tausende Haushalte waren betroffen, der Verkehr kam zum Erliegen. Erste Untersuchungen deuten auf einen möglichen Sabotageakt hin, während die Politik mit scharfen Worten reagiert. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt kündigte entschlossenes Handeln an: «Wenn es ein Angriff war, werden wir zurückschlagen.»
Die Berliner Polizei ermittelt derzeit mit Hochdruck. Ein durchtrenntes Hochspannungskabel sei die Ursache für den Blackout, so ein Sprecher des Energieversorgers. Ähnliche Vorfälle häuften sich in den vergangenen Monaten. Erst im letzten Jahr legte ein Sabotageakt die Deutsche Bahn bundesweit lahm. Experten warnen vor zunehmenden Angriffen auf kritische Infrastruktur.
«Unsere Versorgungsnetze sind verwundbarer als viele glauben», erklärt Sicherheitsexperte Prof. Martin Schulz von der TU Berlin. Eine Einschätzung, die ich aus meiner Berichterstattung zu Infrastruktursicherheit nur bestätigen kann. Bei meiner Recherche in Hamburg vor zwei Jahren zeigten mir Fachleute, wie leicht zugänglich manche Versorgungsanlagen sind.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser forderte verstärkte Schutzmaßnahmen: «Wir müssen unsere kritischen Infrastrukturen besser absichern.» Die Opposition kritisiert das Tempo der Umsetzung als zu langsam. In Berlin-Köpenick sind unterdessen die Reparaturarbeiten im Gange.
Die Frage bleibt: Wie schützen wir unsere Lebensadern wirksam? Eine Antwort darauf muss die Politik schnell finden – bevor der nächste Angriff uns noch härter trifft.