Nach dem starken Saisonstart steht der VfB Stuttgart vor einer vielversprechenden Phase im Spielplan. Die Schwaben, die sich als Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer etabliert haben, könnten in den kommenden Wochen ihren Vormarsch in der Bundesliga weiter festigen.
Das Team von Sebastian Hoeneß trifft zunächst auf den Aufsteiger FC St. Pauli, gefolgt von Spielen gegen Bochum und Augsburg – Gegner, gegen die der VfB klarer Favorit ist. In der aktuellen Form und mit dem Selbstvertrauen aus dem beeindruckenden 5:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund könnten diese Partien die Grundlage für eine starke Hinrunde legen.
«Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht nachlassen», warnt Sportdirektor Fabian Wohlgemuth im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung. «Gerade gegen vermeintlich schwächere Gegner haben wir in der Vergangenheit manchmal Probleme gehabt, unsere Leistung abzurufen.» Eine Warnung, die nicht unbegründet ist – in der letzten Saison verlor der VfB überraschend gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte.
Besonders der Ausfall von Chris Führich, der sich im Training eine Knöchelverletzung zugezogen hat, könnte die Offensive schwächen. Dennoch gibt es Grund zum Optimismus: Mit Deniz Undav und El Bilal Touré verfügt Hoeneß über Stürmer in Topform. «Wir haben einen breiteren Kader als letzte Saison und können Ausfälle besser kompensieren», bestätigt Wohlgemuth.
Die parallele Belastung durch die Champions League bleibt allerdings ein Faktor, der die Kräfte des Teams auf die Probe stellen wird. Nach dem Spiel gegen Juventus Turin unter der Woche müssen die Stuttgarter schnell regenerieren. Ob der goldene Oktober tatsächlich die erhofften Punkte bringt, hängt auch davon ab, wie gut das Team mit diesem Spagat umgehen kann.
Für die Fans am Neckar steht jedenfalls fest: Die Chancen auf einen goldenen Herbst stehen so gut wie lange nicht mehr. Und vielleicht kann der VfB diesmal sogar beweisen, dass er auch als Favorit konstant punkten kann.