Ein Phänomen namens «Maus» erobert den Kölner Karneval und weit darüber hinaus. Was als simples Partylied begann, hat sich zum Karnevalshit 2024 entwickelt. Der Song «Die Maus» des Musikers Ikke Hüftgold wird inzwischen millionenfach gestreamt und die eingängige Melodie mit dem charakteristischen «Maus, Maus, Maus»-Refrain hallt durch Kneipen und Säle im Rheinland.
Der Erfolg überrascht selbst langjährige Karnevalisten. «Ich hätte nie gedacht, dass ein so einfaches Lied so einschlagen würde», sagt Peter Schmidt, Präsident eines Kölner Karnevalsvereins. Tatsächlich ist der Maus-Song, der auf dem Kinderlied «Die kleine Maus» basiert, längst mehr als ein lokales Phänomen – er erobert deutschlandweit die Charts.
Was macht den Erfolg aus? Die einprägsame Melodie, die simplen Bewegungen und der Text, den jeder nach wenigen Sekunden mitsingen kann. Alle können mitmachen, vom Kindergartenkind bis zur Großmutter. In Zeiten komplexer Nachrichten scheint die Sehnsucht nach einfacher, unbeschwert-alberner Unterhaltung besonders groß zu sein.
Das erlebe ich auch beim Rosenmontagszug in der Kölner Innenstadt. Wenn der «Maus»-Song ertönt, hüpfen selbst sonst zurückhaltende Zuschauer am Straßenrand rhythmisch mit und singen lauthals mit. Kostümierte Mäuse sind dieses Jahr besonders häufig zu sehen.
Was in Köln begann, schwappt inzwischen bis in die sozialen Medien. Auf TikTok und Instagram entstehen täglich neue Videos zum Maus-Tanz. Die Karnevalsmaus zeigt: Manchmal braucht es nicht viel, um Menschen zu verbinden – nur drei Silben und den Mut zur gemeinsamen Albernheit.