Da ist das Ding! Borussia Dortmund entschied gestern Abend das Bundesliga-Topspiel beim VfL Wolfsburg durch einen dramatischen Treffer in der Nachspielzeit. Ein regelrechter Fußballkrimi, der die 30.000 Zuschauer in der Volkswagen Arena bis zur letzten Sekunde in Atem hielt.
Lange sah es nach einem typischen 0:0 der Marke «Chancenwucher» aus. Beide Teams erarbeiteten sich gute Möglichkeiten, scheiterten aber immer wieder an mangelnder Präzision oder starken Torhüterleistungen. Besonders BVB-Keeper Gregor Kobel hielt seine Mannschaft mit mehreren Glanzparaden im Spiel. «Wir wussten, dass es ein Geduldsspiel werden würde», erklärte Dortmunds Trainer Edin Terzić nach dem Abpfiff. «Wolfsburg hat es uns unglaublich schwer gemacht, aber wir haben an unsere Chance geglaubt.»
Diese Geduld zahlte sich aus: In der 92. Minute war es dann der eingewechselte Julian Brandt, der nach einer präzisen Flanke von Karim Adeyemi goldrichtig stand und den Ball per Kopf im Wolfsburger Netz versenkte. Die BVB-Bank explodierte förmlich, während bei den Gastgebern die Köpfe nach unten gingen. «Das ist natürlich bitter für uns», gestand VfL-Coach Niko Kovač. «Über weite Strecken waren wir mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar die bessere Mannschaft.»
Mit diesem Auswärtssieg festigt Dortmund seinen Platz in der Spitzengruppe der Bundesliga und setzt ein wichtiges Zeichen im Kampf um die Champions-League-Plätze. Für mich zeigt dieses Spiel einmal mehr die mentale Stärke des BVB in dieser Saison. Während man früher solche engen Partien oft verloren hat, beweist das Team jetzt Widerstandsfähigkeit bis zur letzten Minute. Die Frage bleibt: Kann Dortmund diese Mentalität auch in den kommenden Wochen konstant auf den Platz bringen? Das nächste Heimspiel gegen Leipzig wird es zeigen.