Die Mathematik ist simpel, die Aufgabe klar: RB Leipzig muss am Samstag in Köln gewinnen, um die Champions-League-Qualifikation aus eigener Kraft zu sichern. Nach dem überraschenden 0:1 gegen Hoffenheim steht die Mannschaft von Marco Rose unter Druck – ein Ausrutscher beim bereits abgestiegenen 1. FC Köln könnte den Leipzigern den Platz in der Königsklasse kosten.
«Wir haben es weiterhin in der eigenen Hand. Das ist das Wichtigste», betonte Sportdirektor Rouven Schröder nach der bitteren Heimpleite. Aktuell belegt RB mit 63 Punkten den vierten Tabellenplatz – nur drei Zähler vor dem formstarken BVB, der auf Platz fünf lauert und beim FC Augsburg antreten muss.
Die Stimmung in Leipzig ist angespannt. Die Mannschaft wirkt nach dem Champions-League-Aus gegen Dortmund und der Hoffenheim-Pleite verunsichert. Benjamin Henrichs gestand: «Wir haben momentan nicht die Leichtigkeit, die uns auszeichnet.» Trainer Rose fordert nun mentale Stärke: «Jetzt müssen wir den Kopf hochnehmen und in Köln alles reinwerfen.»
Immerhin: Die Statistik spricht für die Sachsen. In den letzten fünf Bundesliga-Duellen gegen Köln gab es vier Siege. Zudem hat der FC als Absteiger nichts mehr zu verlieren, was ein zweischneidiges Schwert sein kann. «Manchmal ist ein Gegner ohne Druck gefährlicher», warnte Mittelfeldspieler Amadou Haidara.
Die finanziellen Auswirkungen einer verpassten Champions-League-Teilnahme wären erheblich. Zwischen 20 und 30 Millionen Euro könnte der Klub verlieren – Geld, das für die Kaderplanung fehlen würde. Sportlich würde es ein Rückschlag für das Projekt RB bedeuten, nachdem man sich in den vergangenen Jahren in Europas Elite etabliert hat.
Ein Sieg in Köln, und die Leipziger können aufatmen. Eine Niederlage, und am letzten Spieltag droht das große Zittern. Die Saison, die so verheißungsvoll begann, steht auf Messers Schneide.