Ein tragischer Unfall erschüttert derzeit Mecklenburg-Vorpommern: Ein 11-jähriger Junge kam ums Leben, nachdem er mit seinem Schlitten an ein Auto gebunden wurde. Das Unglück ereignete sich am Samstag in der Nähe von Bartow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Nach Polizeiangaben war der Junge mit einem Seil an den Wagen seiner 28-jährigen Schwester gekoppelt.
Was als winterlicher Spaß gedacht war, endete in einer Tragödie. Die Schwester fuhr mit ihrem Auto auf einer verschneiten Landstraße, während ihr Bruder auf dem Schlitten hinterhergezogen wurde. Als der Junge von der Fahrbahn abkam, prallte er gegen einen Baum. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen und Reanimationsversuchen starb er noch an der Unfallstelle.
«Solche Schlittenunfälle sind selten, aber extrem gefährlich«, erklärt Verkehrssicherheitsexperte Martin Schulz. «Die Geschwindigkeit und die fehlende Kontrolle können schnell zu lebensgefährlichen Situationen führen.»
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft nun den genauen Unfallhergang. Gegen die Schwester wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Sie erlitt einen Schock und musste psychologisch betreut werden.
In meinen zwanzig Jahren als Reporterin habe ich immer wieder erlebt, wie schnell harmlos erscheinende Wintervergnügen zu Unfällen führen können. Besonders tragisch: Die meisten dieser Unglücke wären vermeidbar gewesen.
In der kleinen Gemeinde herrscht Bestürzung. «Unsere Gedanken sind bei der Familie», sagte Bürgermeister Peter Lehmann. «Wir stehen unter Schock und können kaum begreifen, was passiert ist.»
Der Vorfall erinnert uns alle daran, wie wichtig Sicherheit bei winterlichen Aktivitäten ist. Die Versuchung mag groß sein, aber das Ziehen von Schlitten mit Fahrzeugen kann tödliche Folgen haben – eine schmerzhafte Lektion, die diese Familie auf die härteste Weise lernen musste.