Dynamo Dresden Elversberg Spielanalyse: Führung verspielt
Die Ernüchterung war den Dynamo-Fans am Samstag deutlich anzusehen. Nach einer vielversprechenden ersten Halbzeit gegen die SV Elversberg ließen die Schwarz-Gelben erneut wichtige Punkte im Aufstiegskampf liegen. Das 1:1 im Rudolf-Harbig-Stadion fühlt sich für die Dresdner wie eine Niederlage an – vor allem, weil die Mannschaft nach der 1:0-Führung durch Zimmerschied den Faden völlig verlor.
Was in den ersten 45 Minuten noch nach einem Dynamo-Festtag aussah, kippte nach der Pause komplett. Die Gäste aus dem Saarland kamen wie ausgewechselt aus der Kabine und setzten die Dresdner unter Druck. Der Ausgleich durch Schnellbacher in der 66. Minute war die logische Folge einer Phase, in der die SGD kaum noch Zugriff fand. «Nach der Pause haben wir komplett den Rhythmus verloren«, gestand Dynamo-Coach Markus Anfang später. «Wir waren nicht mehr präsent in den Zweikämpfen und haben die Räume nicht mehr geschlossen bekommen.»
Besonders auffällig: Dynamos Offensive, die in der ersten Hälfte noch für Gefahr sorgte, fand nach dem Seitenwechsel praktisch nicht mehr statt. Kapitän Stefan Kutschke blieb blass, die Flügelspieler kamen kaum noch in gefährliche Positionen. Auch die Einwechslungen brachten nicht die erhoffte Wende. Für die 29.516 Zuschauer im ausverkauften Stadion ein frustrierender Nachmittag.
In der Tabelle bedeutet das Unentschieden einen weiteren Rückschlag. Mit nun sieben Punkten Rückstand auf die Aufstiegsplätze wird die Luft für die Dresdner immer dünner. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob das Team von Markus Anfang noch einmal zurückkommen kann oder ob der Traum von der Rückkehr in die 2. Bundesliga platzt. Die Fans jedenfalls blieben trotz der Enttäuschung standhaft – die «Ultras Dynamo» feuerten ihre Mannschaft bis zum Schluss lautstark an. In Sachsen gibt man die Hoffnung nicht so schnell auf.