Das digitale Zeitalter erreicht Köln-Porz: Seit dieser Woche haben die ersten Haushalte im Stadtteil Zugang zum neuen Glasfasernetz von 1&1. Für rund 5.000 Haushalte bedeutet das: Internetgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde – etwa zehnmal schneller als die durchschnittliche deutsche Internetverbindung. Die Bewohner können nun zwischen verschiedenen Tarifen wählen, die ab sofort verfügbar sind.
Als ich gestern mit Anwohnern im Stadtteil Eil sprach, war die Erleichterung spürbar. «Endlich stabiles Internet», sagte mir Martin Weber, ein Grafikdesigner, der bisher mit langsamen Verbindungen kämpfte. «Die Arbeit im Homeoffice wird jetzt deutlich einfacher.» Die Pandemie hat den Bedarf an zuverlässigen Internetverbindungen noch einmal verschärft – eine Entwicklung, die in ganz Deutschland zu beobachten ist.
Das Netz wird von der Firma vitroconnect bereitgestellt und von 1&1 vermarktet. Die Zusammenarbeit dieser Unternehmen ist Teil einer größeren Strategie zum Breitbandausbau in Deutschland. Laut Wirtschaftsminister Habeck hat der Glasfaserausbau «höchste Priorität» für die digitale Zukunft des Landes.
Ich beobachte seit Jahren, wie der digitale Graben zwischen Stadt und Land, aber auch zwischen verschiedenen Stadtteilen, immer tiefer wird. In meiner Heimat Hamburg erlebe ich ähnliche Entwicklungen. Die schnellen Verbindungen in Porz könnten ein Standortvorteil werden – für Privatpersonen ebenso wie für lokale Unternehmen.
Was bedeutet das für die Zukunft? Der Ausbau soll in den kommenden Monaten auf weitere Kölner Stadtteile ausgeweitet werden. Doch die Frage bleibt: Wann werden auch ländliche Regionen von dieser digitalen Revolution profitieren? Während die Großstädte immer besser vernetzt werden, warten viele Dörfer noch auf grundlegende Versorgung.