Verletzungskrise in der Abwehr: Fortunas Kopfzerbrechen vor dem Darmstadt-Duell
Die Stimmung bei Fortuna Düsseldorf ist angespannt. Trainer Markus Anfang steht vor dem wichtigen Zweitligaspiel gegen Darmstadt 98 vor einem massiven Abwehrproblem. Während die Offensive zuletzt überzeugte, wackelt die Defensive bedenklich – und das nicht nur wegen der jüngsten Leistungen.
Die Personaldecke in der Abwehr wird immer dünner. Nach dem Ausfall von Stamm-Innenverteidiger Karol Niemczycki muss Anfang nun auch noch um den Einsatz von Tim Oberdorf bangen. Der 27-Jährige, einer der Führungsspieler in der Hintermannschaft, laboriert an muskulären Problemen und konnte in dieser Woche kaum trainieren. «Wir müssen abwarten, ob es bei Tim reicht. Die Entscheidung fällt erst kurz vor dem Spiel», verriet Anfang beim Pressegespräch.
Schon beim letzten Heimspiel gegen Hannover offenbarte die Fortuna-Abwehr bedenkliche Lücken. Ex-Profi Christoph Daum analysierte bei «Fortuna TV»: «Die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt aktuell nicht. Die Mannschaft muss als Einheit verteidigen, nicht nur die Abwehrspieler.»
Sollte auch Oberdorf ausfallen, dürfte Youngster Jamil Siebert zu seinem dritten Startelfeinsatz kommen. Der 20-Jährige gilt zwar als talentiert, ihm fehlt jedoch noch die Erfahrung für Drucksituationen. Eine Alternative wäre auch eine Systemumstellung auf Dreierkette – ein Experiment, das Anfang bisher scheute.
Gegen Darmstadt steht für die Fortuna viel auf dem Spiel. Ein weiterer Punktverlust könnte den Anschluss an die Aufstiegsplätze gefährden. Doch gerade in solchen Situationen zeigt sich der wahre Charakter einer Mannschaft. Vielleicht ist die Abwehrkrise auch eine Chance für neue Helden am Rhein.