In Düsseldorf und im Bergischen Land stehen am Dienstag Warnstreiks bevor. Tausende Pendler müssen sich auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Rheinbahn und weiterer Verkehrsbetriebe zum Ausstand aufgerufen.
Es geht um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Die Tarifverhandlungen stocken seit Wochen. Ver.di fordert eine Lohnerhöhung von zehn Prozent für die rund 14.000 Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Die Arbeitgeber bieten bisher deutlich weniger.
Busse und Bahnen werden vielerorts stillstehen. Betroffen sind vor allem die Rheinbahn in Düsseldorf und die Wuppertaler Stadtwerke. Auch im Kreis Mettmann drohen Ausfälle. „Wir wollen ein klares Signal senden», sagt ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. Die Beschäftigten seien während der Pandemie besonders gefordert gewesen. Nun erwarte man eine faire Entlohnung.
Ich erinnere mich gut an ähnliche Streiks vor einigen Jahren. Damals standen Pendler oft ratlos an leeren Haltestellen. Die Stimmung war gereizt, aber viele zeigten auch Verständnis für die Forderungen der Mitarbeiter.
Die Arbeitgeber halten die Forderungen für überzogen. Sie verweisen auf knappe Kassen und gestiegene Energiekosten. Ein Kompromiss scheint derzeit nicht in Sicht.
Für Berufspendler heißt es jetzt: rechtzeitig Alternativen planen. Fahrgemeinschaften oder das Fahrrad könnten helfen. Mehr Informationen gibt es bei den jeweiligen Verkehrsbetrieben.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für kommende Woche angesetzt. Bis dahin bleibt die Lage angespannt. Bleibt die Frage: Wie lange können beide Seiten es sich leisten, stur zu bleiben?