In Frankfurt wächst der Unmut über die Kulturpolitik des Bundes. Kulturdezernentin Ina Hartwig hat deutliche Worte für Kulturstaatsminister Carsten Weimer gefunden. Es geht um Geld, um Verantwortung – und um die Frage, wer am Ende die Zeche zahlt.
Hartwig kritisiert, dass der Bund seine Kulturförderung zurückfährt. Gleichzeitig sollen die Kommunen einspringen. „Das ist eine Verschiebung von Lasten, die wir nicht hinnehmen können», sagte sie in einem Interview. Frankfurt gibt bereits jährlich über 200 Millionen Euro für Kultur aus. Museen, Theater, Festivals – die Stadt investiert viel. Doch die Mittel sind begrenzt.
Ich habe in den vergangenen Jahren viele Kultureinrichtungen besucht. Überall hörte ich die gleiche Sorge: Woher kommt das Geld? Die Inflation trifft auch die Kultur hart. Mehr dazu beim Journal Frankfurt zeigt, wie ernst die Lage ist.
Hartwig fordert vom Bund klare Zusagen. Kulturförderung sei Bundesaufgabe, nicht nur kommunale Pflicht. „Wir brauchen Verlässlichkeit, keine Lippenbekenntnisse», so die Dezernentin. Andere Städte wie Hamburg oder München teilen diese Kritik.
Die Debatte zeigt: Kultur ist nicht nur schön, sondern kostet. Ohne stabile Finanzierung drohen Kürzungen bei Programmen und Personal. Für eine Stadt wie Frankfurt, die sich als Kulturmetropole versteht, wäre das ein herber Rückschlag.
Jetzt muss die Bundesregierung Farbe bekennen. Kulturpolitik braucht mehr als warme Worte. Sie braucht Geld und einen Plan. Die Frage bleibt: Ist Berlin bereit, Verantwortung zu übernehmen?