Ein Punkt, der sich anfühlt wie ein kleiner Sieg. Im Hamburger Volksparkstadion hat der 1. FC Köln am Wochenende ein 1:1 gegen den HSV erkämpft – und Said El Mala wurde dabei zum Helden im Abstiegskampf. Während die Hamburger nach der Führung durch Fabio Vieira bereits vom nächsten Schritt Richtung Aufstieg träumten, zeigte der Kölner Stürmer seine Kopfballstärke genau im richtigen Moment.
Die Partie war von Beginn an intensiv. Der HSV dominierte zunächst das Spielgeschehen, doch die Kölner Defensive stand kompakt. „Wir wussten, dass Hamburg mit viel Tempo und Druck kommen würde», sagte FC-Trainer Gerhard Struber nach dem Spiel. „Unsere Mannschaft hat aber Charakter gezeigt und sich nicht unterkriegen lassen.» Genau diese Mentalität macht derzeit den Unterschied im Kampf um den Klassenerhalt.
El Malas Ausgleichstreffer in der 67. Minute war mehr als nur ein Tor. Es war ein Signal: Dieser FC gibt nicht auf, auch nicht auswärts gegen einen Aufstiegsfavoriten. Die Kölner zeigten sich kämpferisch und organisiert, etwas, das in den vergangenen Wochen nicht immer selbstverständlich war. Mit nun 28 Punkten verschafft sich der FC etwas Luft im Tabellenkeller.
Für den HSV dagegen fühlt sich das Remis wie zwei verlorene Punkte an. Die Hamburger verpassten die Chance, den Abstand zu den Verfolgern zu vergrößern. Trainer Steffen Baumgart wirkte nach Abpfiff sichtlich frustriert: „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, aber dann lassen wir so einen Standard zu. Das darf uns nicht passieren.»
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob dieser eine Punkt für Köln tatsächlich zum Wendepunkt wird. Im Abstiegskampf zählt jede Kleinigkeit, jeder gewonnene Zweikampf, jeder erkämpfte Zähler. El Mala hat seinem Team jedenfalls gezeigt, wie man in entscheidenden Momenten Verantwortung übernimmt.