In Hamburg rückt Wasserstoff immer stärker in den Fokus der Industrie. Große Unternehmen wie Tesa und Airbus setzen auf den klimafreundlichen Energieträger. Ein neues Netz entsteht gerade, das die Hansestadt zum Vorreiter machen könnte.
Tesa geht dabei voran. Der Klebstoffhersteller will seine Produktion schrittweise auf grünen Wasserstoff umstellen. „Wir sehen darin eine echte Chance, unsere CO2-Bilanz deutlich zu verbessern», sagt ein Sprecher des Unternehmens. Bis 2030 soll ein Großteil der Energie aus erneuerbaren Quellen kommen. Wasserstoff spielt dabei die Hauptrolle.
Auch Airbus hat konkrete Pläne. Der Flugzeugbauer arbeitet an Antrieben, die mit Wasserstoff funktionieren. In Hamburg-Finkenwerder wird bereits geforscht. Die ersten Testflüge könnten schon in wenigen Jahren starten. Das würde die Luftfahrt revolutionieren.
Ich habe in den letzten Monaten mit vielen Betriebsräten gesprochen. Die Stimmung ist gemischt. Einerseits Hoffnung auf zukunftssichere Arbeitsplätze. Andererseits Sorge vor den Kosten und dem Tempo des Wandels. Das höre ich immer wieder.
Die Stadt Hamburg investiert Millionen in den Aufbau eines Wasserstoff-Netzes. Bis 2025 sollen erste Leitungen fertig sein. Laut Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard ist das ein „entscheidender Schritt für die Industrie». Sie betont: „Hamburg muss beim Klimaschutz vorangehen.»
Andere Städte schauen genau hin. Was in Hamburg gelingt, könnte Vorbild für ganz Deutschland werden. Doch eines ist klar: Der Umbau kostet Zeit und Geld. Ob sich das Tempo halten lässt, wird sich zeigen. Die nächsten Jahre entscheiden, ob Wasserstoff wirklich die Zukunft ist – oder nur ein Versprechen bleibt.