Die Playoffs in der Deutschen Eishockey Liga haben ihre ersten beiden Halbfinalisten. Und wie die sich durchgesetzt haben! Eisbären Berlin und Red Bull München zeigen eindrucksvoll, warum sie zu den absoluten Topteams der Liga gehören. Besonders bemerkenswert: Beide Teams mussten unterschiedlicher kaum kämpfen – München mit einem Torfestival, Berlin mit Nerven aus Stahl.
München demonstrierte beim 7:3-Sieg in Ingolstadt pure Offensivpower. „Die Mannschaft hat genau dann zugeschlagen, wenn es drauf ankam», fasste Trainer Max Kaltenhauser die Leistung zusammen. Tobias Rieder brillierte mit seinem Sololauf zum 5:3 und führt mit sechs Playoff-Toren die Torjägerliste an. Der Nationalspieler zeigt gerade, wie wichtig Erfahrung in den entscheidenden Momenten ist. Chris DeSousa traf gleich zweimal und unterstrich Münchens Qualität in der Offensive.
Ganz anders das Bild in Berlin. Die Eisbären gaben gegen Straubing einen 3:1-Vorsprung ab, dann wieder einen 5:3-Vorsprung. Manche Teams wären daran zerbrochen. Nicht die Berliner. Markus Vikingstad erlöste sein Team in der Verlängerung mit dem 6:5. Trainer Serge Aubin hat seit 2019 nun alle 13 Playoff-Serien gewonnen – eine beeindruckende Statistik, die zeigt: Diese Mannschaft weiß, wie man Titel holt.
Ab Mittwoch wird es ernst. Berlin trifft auf den Hauptrunden-Sieger Köln, München bekommt es mit Mannheim zu tun. Zwei Duelle auf Augenhöhe, bei denen es auf jedes Detail ankommt. Wer hat nach den intensiven Viertelfinals noch die nötige Kraft? Wer kann die Erfahrung der vergangenen Wochen besser nutzen? Die Halbfinals versprechen Spannung pur – und vielleicht entscheiden wieder solche Momente wie Rieders Sololauf oder Vikingstads Overtime-Treffer über Sieg und Niederlage.