In München geht am Montagabend noch einmal alles gut aus. Aber es hätte auch anders kommen können. Der Lufthansa-Flug LH459 aus San Francisco, ein Airbus A380, setzt bei der Landung auf der Piste 26L bereits vor der eigentlichen Schwelle auf. Der Riese, Kennzeichen D-AIML, berührt den Boden zu früh und zerstört mindestens eine Leuchte der Landebahnbefeuerung. Das berichtet das Portal Aviation Herald. Lufthansa bestätigt gegenüber RTL die Beschädigung. An mehreren Reifen des Jets sind später Schäden an den Laufflächen zu sehen. Die Passagiere, 351 an der Zahl, merken davon glücklicherweise wenig. Die Besatzung bringt die Maschine sicher zum Vorfeld.
Wieso setzte der Jumbo zu früh auf? Das ist jetzt die Kernfrage für die Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Das Wetter in München war in den Stunden davor wechselhaft mit kräftigen Schauern und zeitweise eingeschränkter Sicht. Ob das eine Rolle spielte ist noch unklar. Solche Vorfälle sind selten, aber sie zeigen, wie präzise die letzten Meter jedes Fluges sein müssen. Aus meiner Zeit in der Berichterstattung weiß ich: Auch bei modernster Technik bleibt der Faktor Mensch, bleiben äußere Bedingungen entscheidend.
- Auffällig ist die Häufung auf dieser einen Bahn.
- Nur zwei Tage zuvor rollte eine Boeing 787-9 von Vietnam Airlines beim Start über das Ende von Piste 26L hinaus.
- Ein direkter Zusammenhang besteht laut Behörden nicht.
- Doch zwei ungewöhnliche Ereignisse an derselben Stelle in so kurzer Zeit – das lässt aufhorchen.
- Es wirft Fragen nach den routinemäßigen Checks und den spezifischen Bedingungen dieser Landebahn auf.
- Die BFU wird nun akribisch die Flugschreiberdaten und die Wetterverhältnisse analysieren.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Fluggesellschaft | Lufthansa |
| Flugnummer | LH459 |
| Flugzeugtyp | Airbus A380 |
| Passagiere | 351 |
| Unfallort | Piste 26L, München |
| Ermittler | Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) |
Für die Flugsicherheit ist jeder Zwischenfall, der glimpflich ausgeht, eine wichtige Lehre. Sie erinnert uns daran, dass in der Luftfahrt keine Selbstverständlichkeit zu klein ist, um ignoriert zu werden. Der Airbus A380 D-AIML bleibt vorerst am Boden. Seine nächste Landung wird genauestens beobachtet werden.