Auf den Straßen von Fürstenwalde liegt der Geruch von frisch geschlagenem Holz und nasser Erde. Was für einen Nachmittag in der brandenburgischen Stadt am Mittwoch begann, endete in Bildern, die viele hier so noch nicht gesehen haben: Ein Tornado zog seine Schneise durch den Landkreis Oder-Spree.
Ich erinnere mich an ähnliche Meldungen aus meiner Zeit in Baden-Württemberg, aber die Heftigkeit hier, nur einen Steinwurf von Berlin entfernt, ist neu. Gegen 17:15 Uhr, so bestätigte es die Feuerwehr dem RBB, fegte der Wirbelsturm durch. Er wird als Tornado der Stufe IF1 geführt – mäßig stark, aber genug Kraft, um Bäume zu entwurzeln und Dachziegel wie Spielkarten durch die Luft zu wirbeln.
„Es sind einige Schäden entstanden, etwa weil umgestürzte Bäume Autos getroffen haben“, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Potsdam. Besonders eindrücklich: Ein fahrendes Auto wurde von einem Baum getroffen. Die Insassen kamen mit dem Schrecken und leichten Verletzungen davon, konnten ambulant versorgt werden. Ein Glück im Unglück, das einem den Atem stocken lässt, wenn man die Videos in den sozialen Netzwerken sieht.
Hier zeigt sich ein Stück weit unsere neue, verletzliche Normalität. Tornados waren in Deutschland lange seltene Ausnahmeerscheinungen. Im vergangenen Jahr wurden laut der Europäischen Unwetter-Datenbank aber 46 bestätigt. Experten sehen einen klaren Zusammenhang mit den sich verändernden Wettermustern durch den Klimawandel. Es sind nicht mehr nur ferne Nachrichten aus den Weiten der USA; das Unwetter kommt direkt vor die Haustür.
- Geruch von frisch geschlagenem Holz
- Tornado der Stufe IF1
- Bäume entwurzelt
- Schäden an Autos
- Insassen mit leichten Verletzungen
- Prüfung der Wettervorbereitung
| Schadenstyp | Details |
|---|---|
| Umgestürzte Bäume | Auto getroffen |
| Personenschäden | Leichte Verletzungen |
| Wetterphänomene | Tornados in Deutschland |
Die Feuerwehr und Polizei waren bis in den Abend im Einsatz, um die Schäden zu sichern. Für die Menschen in Fürstenwalde geht es nun darum, aufzuräumen und das Geschehene zu verarbeiten. Der Tornado ist vorbei, aber die Frage bleibt: Wie gut sind wir vorbereitet, wenn der nächste Wirbelsturm nicht in der Feldmark, sondern mitten in einem Wohngebiet niedergeht?