In Düsseldorf kehrt in diesen Tagen wieder ein Stück bürgerliche Festkultur zurück. Das Herbstfestival öffnet ab Freitag seine Pforten auf der großen Wiese hinter dem Landtag – und wird damit fast schon zu einer kleinen Tradition am Rheinufer. Mehr als 110 Ausstellerinnen und Aussteller zeigen dort drei Tage lang ein hochwertiges Angebot zwischen Genuss, Wohnen und Kunst. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Veranstaltungen dieser Art in Süddeutschland, wo sie oft aus privaten Kunsthandwerker-Märkten entstanden. Es ist schön zu sehen, wie diese Idee hier in Nordrhein-Westfalen Wurzeln schlägt.
Was die Besucherinnen und Besucher erwartet, ist eine durchdachte Mischung. «Wir legen großen Wert auf Regionalität und handwerkliche Qualität», sagt eine der Organisatorinnen. Man spürt, wie sehr sich das Verlangen nach echten, greifbaren Dingen und persönlichen Begegnungen nach den digitalen Jahren verstärkt hat. Neben Designmöbeln und Töpferwaren finden sich auch Kleingärtner mit seltenen Blumensorten und Modeateliers mit nachhaltigen Kollektionen. Ein Glas Honig direkt vom Imker aus dem Bergischen Land, eine Keramikschale, in der noch die Fingerabdrücke der Handwerkerin zu spüren sind – das sind die kleinen Geschichten, die einen solchen Markt ausmachen.
- Regionalität
- Handwerkliche Qualität
- Designmöbel
- Töpferwaren
- Seltene Blumensorten
- Nachhaltige Modekollektionen
Für Düsseldorf ist das mehr als nur ein Wochenend-Event. Es ist ein Treffpunkt für das ganze Umland, bei dem die Stadt ihr weltoffenes, aber auch heimattüchtiges Gesicht zeigt. Man trifft sich, tauscht sich aus, genießt den herbstlichen Park. In einer Zeit, in der der Einzelhandel kämpft und die Innenstädte nach neuer Lebendigkeit suchen, bekommt so ein Festival eine fast schon politische Dimension. Es zeigt, wie öffentlicher Raum belebt werden kann.
| Aspekt | Bedeutung |
|---|---|
| Treffpunkt | Zusammenkommen der Community |
| Regionalität | Unterstützung lokaler Anbieter |
| Kultur | Förderung von Kunst und Handwerk |
| Erlebnis | Gemeinsame Veranstaltungen |
| Nachhaltigkeit | Bewusstsein für umweltfreundliche Produkte |
| Lebendigkeit | Belebung des öffentlichen Raumes |
Die Frage ist, ob solche Formate langfristig den Charakter eines Stadtteils prägen können. Das Herbstfestival ist noch jung, aber es hat Potenzial. Vielleicht wird es eines Tages so selbstverständlich zum Düsseldorfer September wie der Große Schwan am Rhein. Bis dahin lohnt der Blick auf die Details: auf das Handwerk, die Gespräche, das gemeinsame Genießen. Denn manchmal entsteht Gemeinschaft nicht durch große Reden, sondern einfach dadurch, dass man an einem sonnigen Herbsttag zusammensteht und über die Schönheit eines gut gemachten Korbes spricht.