Hier in Dortmund hält die Nacht noch immer die Spuren eines kalten Überfalls fest. An der Martener Straße, mitten in einem Wohngebiet, wo spätabends noch Nachbarn an der Tankstelle einkaufen, ist das Vertrauen jetzt brüchig. Es war Dienstag, kurz vor 23 Uhr, als zwei maskierte Männer den Verkaufsraum betraten. Einer zückte einen schwarzen Revolver und richtete ihn auf die 25-jährige Angestellte hinter der Theke. Die Bedrohung war physisch, greifbar – etwas, das wir aus Krimis kennen, aber nicht aus unserem eigenen Viertel. „Herausgabe des Bargrades“ – so die knappe, offizielle Sprachregelung der Polizei. In Wirklichkeit muss es ein Moment reiner Angst gewesen sein. Die junge Frau blieb zwar äußerlich unverletzt, aber der Schock sitzt tief. Solche Erlebnisse prägen sich ein.
Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge griff einer der Täter selbst in die geöffnete Kassenlade. Er nahm einen hohen dreistelligen Betrag an Bargeld mit und auch Zigaretten. Dann verschwanden die beiden wieder in der Nacht. Sofort rollten Streifenwagen an, ein Diensthund wurde eingesetzt. Doch die Spur verlief sich im Dunkeln. Diese schnelle Flucht, dieses Entkommen ins Unbekannte, das macht viele hier in Marten gerade so ratlos. Wir fragen uns:
- Wer sind diese Menschen?
- Woher kamen sie?
- Wohin sind sie geflohen?
- Gab es ein verdächtiges Auto?
- Haben Nachbarn Personen gesehen, die nicht hierher passten?
- Was geschah um 22:58 Uhr?
Die Polizei Dortmund sucht nun intensiv nach Zeugen. Jemand muss etwas gesehen haben – vielleicht ein verdächtiges Auto, vielleicht Personen, die nicht hierher passten, in der Zeit um 22:58 Uhr. Jedes noch so kleine Detail könnte helfen.
Die Beamten haben am Tatort Spuren gesichert, auch Kleidungsstücke. Doch die wichtigsten Puzzleteile liegen jetzt bei den Menschen, die hier leben. Ich erinnere mich an ähnliche Fälle aus meiner Zeit in Baden-Württemberg: Oft sind es die Beobachtungen der Nachbarschaft, die eine Ermittlung voranbringen. Die Dortmunder Kriminalpolizei ist auf Hinweise angewiesen. Wer auch nur den Hauch eines Verdachts hat, sollte sich melden. Das ist nicht nur eine Pflicht, sondern ein Akt der Solidarität mit der betroffenen jungen Frau und mit dem gesamten Stadtteil. Ein solcher bewaffneter Raub lässt niemanden unberührt. Er zeigt, wie zerbrechlich das Gefühl von Sicherheit sein kann, das wir alle im Alltag oft als selbstverständlich hinnehmen.
Die Polizei Dortmund bittet um Mithilfe. Wer etwas beobachtet hat, kann sich rund um die Uhr an den Kriminaldauerdienst wenden. Die Telefonnummer lautet:
| Abteilung | Kontakt |
|---|---|
| Kriminaldauerdienst | 0231/132-7441 |
Mehr Informationen zum Vorgang finden sich auf der offiziellen Website der Polizei Dortmund. Jeder Hinweis zählt. Denn letztlich geht es nicht nur um die Aufklärung eines einzelnen Verbrechens. Es geht darum, ein Zeichen zu setzen: Dass eine Gemeinschaft hinschaut, nicht weg. Dass wir solche Angriffe auf unser friedliches Zusammenleben nicht einfach hinnehmen. Das ist das Mindeste, was wir tun können. Für Marten, für Dortmund, und für das, was wir als normal empfinden wollen.