Nach der Niederlage bei Borussia Mönchengladbach hat VfB Stuttgart-Keeper Alexander Nübel unmissverständlich klargestellt, dass es so nicht weitergehen kann. Eine Reaktion ist für ihn und das Team nun Pflicht. Diese Stimmung spiegelt die Forderungen von Trainer Sebastian Hoeneß wider. Ein blasser VfB muss nun aus seinen Fehlern lernen, um die guten Ansätze der Saison zurückzuholen. Für die Fans bedeutet das: eine künftig deutlich konsequentere Verteidigung erwarten.
Die statistische Grundlage für die Kritik ist erdrückend. Stuttgart kassierte in Mönchengladbach drei Tore. Das war bereits das sechste Spiel in dieser jungen Bundesliga-Saison, in dem die Schwaben mindestens zwei Gegentreffer hinnehmen mussten. Nur einmal konnte der VfB in dieser Spielzeit überhaupt zu Null spielen. Diese Zahlen sind ein starker Kontrast zur vorherigen Saison. Hoeneß sagte dazu: „Wir müssen diese Fehler minimieren. Daran arbeiten wir in der nächsten Woche intensiv.” Die Defensive war lange eine Stärke, sie ist nun das größte Sorgenkind.
Diese defensive Schwäche verändert die Wahrnehmung des Teams komplett. Der VfB galt lange als überraschend stabil und effizient. Jetzt wirkt die Abwehr oft unkoordiniert und anfällig. Gegner finden zu leicht Lücken und Chancen. Das frustriert die Fans und nimmt dem Angriffsspiel den nötigen Rückhalt. Ein einzelner Spieler ist selten Schuld. Es ist ein kollektives Problem der gesamten Mannschaftsreihe. Diese Unsicherheit überträgt sich oft auf das Mittelfeld und lähmt das Spiel nach vorne.
Die kommende Partie gegen den 1. FC Köln wird zur Nagelprobe. Die Domstädter sind selbst in einer schwierigen Phase. Für Stuttgart ist dieses Heimspiel eine ideale Gelegenheit zur Korrektur. Ein Sieg wäre ein starkes Signal an die eigene Mannschaft und die Konkurrenz. Eine erneute schwache Leistung würde dagegen ernste Zweifel nähren. Die Spieler müssen auf dem Platz zeigen, dass sie die Analyse der letzten Wochen verstanden haben. Die Reaktion muss auf dem Rasen sichtbar werden, nicht nur in Interviews.
Der Fokus der Trainingsarbeit liegt jetzt klar auf der Defensivarbeit. Hoeneß wird in den kommenden Tagen die Grundordnung und das Verhalten unter Druck schärfen. Es geht um bessere Kommunikation und konsequenteres Stellungsspiel. Jeder einzelne Verteidiger und auch die defensiven Mittelfeldspieler sind gefordert. Die Mannschaft muss als kompaktere Einheit agieren. Das Ziel ist klar: die frühere Stabilität und Zuverlässigkeit zurückzugewinnen. Nur so kann der VfB seine ehrgeizigen Saisonziele erreichen.
| Punkte zur Defensivarbeit |
|---|
| 1. Analyse der Fehler |
| 2. Verbessern der Kommunikation |
| 3. Schärfen des Stellungsspiels |
| 4. Erhöhung der Kompaktheit |
| 5. Intensives Training der Grundordnung |
| 6. Erarbeitung von Reaktionsmustern unter Druck |
Die Fans in Stuttgart und ganz Baden-Württemberg erwarten nun diese Kehrtwende. Die Stimmung im Mercedes-Benz-Arena war zuletzt trotz guter Ergebnisse verhalten. Die defensive Leistung sorgt für Unmut. Die Anhänger wollen Leidenschaft und Einsatz sehen, vor allem in der eigenen Hälfte. Eine kämpferische Reaktion gegen Köln könnte dieses Vertrauen sofort zurückgewinnen. Die Verbindung zwischen Team und Kurve braucht wieder positive Impulse. Das nächste Spiel ist dafür entscheidend.