Die Transferpolitik der Schwaben trägt weiter Früchte. Während die Konkurrenz noch auf dem winterlichen Transfermarkt zögert, hat der VfB Stuttgart erneut zugeschlagen und das uruguayische Sturmtalent Santiago Arevalo verpflichtet. Der 19-jährige Angreifer kommt vom Club Atlético Peñarol und unterschrieb beim Champions-League-Teilnehmer einen Vertrag bis 2029.
Es ist bemerkenswert, wie konsequent der VfB seine Strategie verfolgt, aufstrebende Talente aus Südamerika zu verpflichten. Sportdirektor Fabian Wohlgemuth setzt damit den erfolgreichen Kurs fort, der bereits mit Spielern wie Serhou Guirassy begann und über die Transfers von Silas und Millot fortgesetzt wurde. «Santiago bringt alle Eigenschaften mit, die ein moderner Stürmer heute braucht – Tempo, Technik und Abschlussqualität«, erklärte Wohlgemuth bei der Vorstellung des Neuzugangs.
Was den Transfer besonders spannend macht: Arevalo gilt in Uruguay als eines der größten Talente seines Jahrgangs. Mit 16 Treffern in 28 Spielen für Peñarol hat er bereits auf sich aufmerksam gemacht. «Die Bundesliga ist für mich der perfekte nächste Schritt«, sagte Arevalo bei seiner Ankunft in Stuttgart. «Die Art, wie hier Fußball gespielt wird, passt zu meinen Stärken.»
Die Schwaben überweisen nach Informationen aus Vereinskreisen eine Ablösesumme von rund 8 Millionen Euro nach Montevideo. Eine Investition, die sich durchaus lohnen könnte – ähnliche Transfers haben dem VfB in den letzten Jahren nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich in die Karten gespielt. Bereits im letzten Sommer konnte der Verein durch den Verkauf von Guirassy einen satten Transfergewinn verbuchen.
Ob Arevalo schon in der Rückrunde zum Einsatz kommt, ließ Trainer Sebastian Hoeneß noch offen. «Wir werden ihm die Zeit geben, sich zu akklimatisieren. Aber seine Qualitäten sind unbestritten.» In der Fanszene sorgt die Verpflichtung bereits für Begeisterung – der Vorverkauf für das nächste Heimspiel gegen Bayer Leverkusen ist jedenfalls schon jetzt ausverkauft.