In Hamburg hat sich am Mittwochmorgen ein schwerer Unfall am Bahnhof Dammtor ereignet. Eine Fußgängerin wurde gegen 10:30 Uhr von einem Miet-Lkw erfasst und dabei lebensgefährlich verletzt. Nach ersten Informationen der Polizei wollte die Frau die Straße überqueren, als es zu dem Zusammenstoß kam. Rettungskräfte waren schnell vor Ort und leisteten Erste Hilfe.
Der Unfall löste einen Großeinsatz aus. Notarzt, mehrere Rettungswagen und zahlreiche Polizisten eilten zur Unfallstelle. Die Frau wurde mit schwersten Verletzungen ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gebracht. «Der Zustand der Patientin ist kritisch, die nächsten Stunden werden entscheidend sein», erklärte ein Sprecher des Krankenhauses gegenüber der Presse.
Der 42-jährige Fahrer des Lkw erlitt einen Schock und musste psychologisch betreut werden. Er gab an, die Fußgängerin erst im letzten Moment gesehen zu haben. Die genauen Umstände des Unfalls sind noch unklar – die Verkehrspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen.
Die Straße rund um den Dammtorbahnhof war für mehrere Stunden gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Hamburger Zentrum führte. Besonders während der Mittagszeit staute sich der Verkehr bis zum Stephansplatz. Ich habe selbst beobachtet, wie viele Menschen den Bereich zu Fuß passierten und betroffen stehenblieben.
Anwohner berichten, dass die Kreuzung am Dammtorbahnhof bereits länger als Unfallschwerpunkt gilt. «Hier fahren die Autos oft zu schnell, und durch die vielen Studierenden und Pendler ist immer viel los», sagte eine Kioskbesitzerin aus der Umgebung.
Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Verkehrssicherheit rund um Hamburgs Bahnhöfe auf. Gerade in Zeiten, in denen mehr Menschen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, scheinen die bestehenden Sicherheitskonzepte nicht auszureichen. Müssen wir unsere Verkehrsplanung grundsätzlich überdenken?