Der deutsche Basketball erlebt gerade seinen zweiten Frühling – und München wird nun zum festen Mittelpunkt der nationalen Pokalentscheidungen. Wie die Basketball Bundesliga (BBL) gestern bekannt gab, wird die bayerische Landeshauptstadt von 2024 bis 2027 Austragungsort des Top Four, der prestigeträchtigen Pokal-Endrunde. Der BMW Park, Heimat des FC Bayern Basketball, wird damit zum Epizentrum der Basketballbegeisterung, die seit dem WM-Titel der deutschen Nationalmannschaft nochmals spürbar zugenommen hat.
«München bietet die perfekte Infrastruktur für ein Event dieser Größenordnung», erklärt BBL-Geschäftsführer Stefan Holz. «Die Nähe zwischen Arena, Hotels und Innenstadt schafft eine einzigartige Atmosphäre für Fans und Teams.» Diese Entscheidung kommt nicht von ungefähr: Die Rekordeinschaltquoten bei der Basketball-WM und die wachsende Präsenz des Sports in den sozialen Medien haben die Verantwortlichen überzeugt, auf Kontinuität zu setzen.
Der FC Bayern, aktueller Pokalsieger und Gastgeber, profitiert natürlich vom Heimvorteil. Präsident Herbert Hainer spricht von einem «klaren Bekenntnis zum Basketballstandort München» und kündigt an, das Event zu einem «Highlight im Sportkalender» machen zu wollen. Die 6.500 Plätze fassende Arena soll bei den Finalspielen im Februar regelmäßig ausverkauft sein.
Was mich besonders freut: Die Pokalendrunde wird auch digital neue Maßstäbe setzen. Mit einer verbesserten App-Anbindung, AR-Elementen in der Halle und speziellen Content-Formaten für die Generation Z will die BBL neue Zielgruppen erschließen. Haben wir hier bald unsere eigene Version der spektakulären NBA-Events? Die Vorfreude auf drei Jahre Basketball-Festspiele in München ist jedenfalls riesig – und ich bin gespannt, ob der FC Bayern seinen Heimvorteil nutzen kann oder ob Teams wie Alba Berlin oder Ulm für Überraschungen sorgen werden.