In Berlin und Brandenburg atmen die Feuerwehren seit gestern auf. Die Waldbrandgefahr sinkt deutlich, weil das Wochenende nass und kühl wird. Laut Deutschem Wetterdienst liegen die Temperaturen nur bei 12 bis 15 Grad.
Die Region erlebt einen ungewöhnlich feuchten Mai. Meteorologen sprechen von 30 bis 40 Litern Regen pro Quadratmeter in den kommenden Tagen. Das klingt erst mal unangenehm für alle, die draußen feiern wollten. Aber es ist ein Segen für die ausgetrockneten Böden in Brandenburg.
„Nach den trockenen Wochen im April brauchen wir jeden Tropfen», sagt ein Sprecher der Brandenburger Forstverwaltung. Die Waldbrandstufe wurde vielerorts von vier auf zwei heruntergestuft. Das bedeutet konkret: weniger Einsätze, weniger Sorgen. Ich habe in den letzten Jahren oft erlebt, wie schnell aus einem kleinen Funken ein Flächenbrand wird. Gerade in den Kiefernwäldern rund um Potsdam.
Die Menschen in Berlin nehmen das Wetter gelassen. An der Spree sieht man trotz Nieselregen Spaziergänger mit Schirmen. „Lieber nass als Waldbrand», sagt eine Frau am Landwehrkanal zu mir. Mehr Informationen zur aktuellen Lage gibt es beim Deutschen Wetterdienst.
Für die kommende Woche bleibt es wechselhaft. Aber das ist keine schlechte Nachricht. Die Natur erholt sich. Die Feuerwehren können durchatmen. Und wir alle sollten uns daran erinnern: Nicht jeder Regentag ist verloren.