In der vergangenen Nacht eskalierte die Situation im Tiergarten erneut. Eine Gruppe von 15 Personen griff gegen Mitternacht zwei Männer im Alter von 29 und 31 Jahren an. Die Opfer wurden mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Die Polizei Berlin bestätigt, dass es sich um die dritte schwere Gewalttat in diesem Bereich innerhalb einer Woche handelt. «Wir verstärken umgehend die Präsenz im gesamten Parkbereich und arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung der Tatserie», erklärt Polizeisprecherin Maja Hoffmann.
In Reinickendorf kam es am Vormittag zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Ein Lkw erfasste beim Rechtsabbiegen eine 76-jährige Radfahrerin. Die Seniorin wurde schwer verletzt und musste notoperiert werden. Der Kreuzungsbereich Alt-Reinickendorf/Residenzstraße war stundenlang gesperrt.
Ich war vor Ort und konnte beobachten, wie Anwohner spontan Blumen an der Unfallstelle niederlegten. «Das hätte jedem von uns passieren können», sagte mir eine ältere Dame, die täglich mit dem Rad unterwegs ist. Viele Anwohner fordern seit Jahren eine Entschärfung dieser gefährlichen Kreuzung.
Die Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf will das Thema Verkehrssicherheit nun in einer Sondersitzung behandeln. Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen kündigte an: «Wir müssen jetzt handeln, nicht erst nach dem nächsten Unfall.»
Die Ereignisse verdeutlichen einmal mehr die Sicherheitsherausforderungen in unserer wachsenden Stadt. Was macht es mit einer Nachbarschaft, wenn alltägliche Wege plötzlich gefährlich werden? Diese Frage beschäftigt gerade viele Berlinerinnen und Berliner.