In Berlin und Brandenburg öffnen am 8. März 2026 zahlreiche Geschäfte auch sonntags ihre Türen. Was normalerweise undenkbar wäre, wird an diesem Tag möglich: Shopping von 13 bis 18 Uhr. Rund 40 Prozent der Einzelhändler in der Hauptstadt machen mit, so der Handelsverband Berlin-Brandenburg.
Ich habe in meinen Jahren als Reporterin viele dieser verkaufsoffenen Sonntage erlebt. Die Atmosphäre ist anders als unter der Woche. Familien schlendern entspannter durch die Straßen. Niemand hetzt zwischen Feierabend und Ladenschluss.
„Diese Tage sind für viele Händler überlebenswichtig», sagt Nils Busch-Petersen vom Handelsverband. Besonders in den Innenstadtlagen würden die Umsätze deutlich spürbar sein. Der März-Termin lockt traditionell viele Menschen an. Die ersten warmen Tage, neue Frühjahrsmode – das zieht.
Allerdings gibt es auch Kritik. Gewerkschaften weisen darauf hin, dass Arbeitnehmer an Sonntagen eigentlich frei haben sollten. Die gesetzlichen Regelungen erlauben verkaufsoffene Sonntage nur bei besonderen Anlässen. In Berlin wird oft ein Straßenfest als Grund genannt.
Für die Menschen in der Region bleibt es eine willkommende Gelegenheit. Berufstätige haben Zeit zum Einkaufen. Touristen entdecken die Stadt entspannter. Mehr Informationen dazu bietet die Seite der Berliner Handelskammer.
Die Debatte wird weitergehen. Brauchen wir mehr Flexibilität im Einzelhandel? Oder schützen wir die Sonntagsruhe? Eine einfache Antwort gibt es nicht. Vielleicht ist genau das der Punkt: Wir müssen immer wieder neu abwägen.