Von 0:2 zum Triumph: Borussia Düsseldorfs atemberaubende Aufholjagd
Es gibt Spiele, die man nicht vergisst. Das Viertelfinale der Tischtennis Champions League zwischen Borussia Düsseldorf und dem französischen Meister GV Hennebont gehört definitiv dazu. Was sich am Sonntagabend im ARAG CenterCourt abspielte, war dramatischer als jeder Hollywood-Film.
Die Düsseldorfer lagen im Hinspiel bereits mit 0:2 zurück, standen kurz vor dem Abgrund. Matchball gegen sich – in einer Situation, in der viele Teams mental zerbrechen würden. Doch dann geschah das scheinbar Unmögliche: Dang Qiu, der deutsche Nationalspieler, wehrte den Matchball ab und leitete damit die unglaubliche Wende ein.
«In solchen Momenten geht es nur noch um mentale Stärke», erklärte Trainer Danny Heister nach dem Spiel. «Unsere Jungs haben bewiesen, dass sie auch unter extremstem Druck funktionieren können.» Von diesem Moment an drehte die Borussia auf. Anton Källberg und Timo Boll, der Rekordeuropameister, zeigten Tischtennis auf Weltklasseniveau und drehten das Spiel zum 3:2-Sieg.
Was diesen Erfolg besonders macht: Die Franzosen gelten als eines der stärksten Teams Europas. Mit dem ehemaligen Weltranglistenersten Chuang Chih-Yuan und Anders Lind haben sie internationale Spitzenspieler in ihren Reihen. Trotzdem bewies Düsseldorf einmal mehr, warum der Verein zu den erfolgreichsten Europas zählt.
Für die Rheinländer geht es nun im Halbfinale weiter. Nach diesem Comeback-Sieg ist das Selbstvertrauen riesig. Mannschaftskapitän Boll fasste die Gefühlslage treffend zusammen: «Wenn du einen solchen Rückstand aufholst, glaubst du danach, dass alles möglich ist.» In der Tat – nach diesem Abend scheinen für Borussia Düsseldorf keine Grenzen zu existieren.