In Dortmunds Fußballherzen lebt das «Jahrhundertspiel» wieder auf: Im Mai 2026 empfangen BVB-Legenden die portugiesischen Altmeister von Benfica Lissabon im altehrwürdigen Stadion Rote Erde. Genau 60 Jahre nach dem legendären Europapokal-Finale kehren die Erinnerungen zurück. Damals, am 5. Mai 1966, drehte der BVB einen 0:1-Rückstand und holte mit dem 2:1-Sieg als erster deutscher Verein den Europapokal der Pokalsieger.
«Das wird ein emotionales Highlight für alle Borussen», betont Lars Ricken, Geschäftsführer Sport des BVB. Der ehemalige Champions-League-Held wird selbst die Fußballschuhe schnüren. Neben ihm haben bereits weitere Vereinsikonen zugesagt: Roman Weidenfeller, Dede, Jan Koller und viele mehr werden auflaufen. Auch Karl-Heinz Riedle, der 1997 im Champions-League-Finale gegen Juventus doppelt traf, ist mit dabei.
Als ich vor Jahren mit Lothar Emmerich, einem der Helden von 1966, sprechen durfte, schwärmte er noch immer von der unbändigen Freude jenes Abends in Glasgow. Diese Geschichten leben in Dortmund weiter.
Besonders berührend: Einige Familienmitglieder der 66er-Helden werden im Stadion sein. Der Erlös des Spiels fließt vollständig in soziale Projekte der BVB-Stiftung «Leuchte auf». Mit 10.000 Zuschauern rechnen die Veranstalter im komplett umgebauten Stadion Rote Erde.
Was bleibt vom Fußball, wenn der letzte Schlusspfiff längst verhallt ist? In Dortmund sind es die Geschichten, die Generation zu Generation weitergegeben werden. Und manchmal eben auch die Gelegenheit, Geschichte neu zu erleben.