In Harburgs Innenstadt müssen Autofahrer morgen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen rechnen. Ab 13 Uhr ist eine Demonstration mit erwarteten 800 Teilnehmern angemeldet. Der Protestzug wird vom Harburger Ring über die Neue Straße bis zum Harburger Rathausplatz ziehen, wo eine Abschlusskundgebung geplant ist.
Die Polizei Hamburg rechnet mit massiven Staus, besonders auf den Hauptverkehrsadern rund um das Harburger Zentrum. «Wir empfehlen allen Verkehrsteilnehmern, den Bereich weiträumig zu umfahren oder auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen», erklärt Polizeisprecher Jan Müller.
Anlass der Demonstration ist ein geplantes Bauprojekt, das kontrovers diskutiert wird. Die Initiative «Harburg für alle» kritisiert die zunehmende Gentrifizierung im Bezirk. «Bezahlbarer Wohnraum verschwindet zugunsten von Luxusimmobilien», sagt Organisatorin Sandra Klein.
Auch der HVV meldet Einschränkungen: Mehrere Buslinien werden umgeleitet. Bei der S-Bahn hingegen sind keine Störungen zu erwarten. Dies könnte die beste Alternative für alle sein, die morgen in die Harburger City müssen.
Die Verkehrslage in Hamburg-Süd hat sich in den letzten Jahren merklich verschärft. Erst letzte Woche staute sich der Verkehr nach einem Unfall auf der B73 bis weit in die Nebenstraßen. Die für morgen angekündigte Demonstration dürfte die angespannte Situation weiter verschärfen.
Die Veranstalter rechnen mit einem friedlichen Verlauf. Die Kundgebung soll bis etwa 16 Uhr dauern. Danach wird es voraussichtlich noch einige Zeit brauchen, bis sich der Verkehr normalisiert. Anwohner sollten sich auf einen unruhigen Samstagnachmittag einstellen.