In Düsseldorf zeigt sich der Winter am Wochenende von seiner ungemütlichen Seite. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Schneefall und Glättegefahr in der Landeshauptstadt. Bis zu fünf Zentimeter Neuschnee werden erwartet, während die Temperaturen auf bis zu minus drei Grad fallen können. Besonders am frühen Samstagmorgen müssen Autofahrer und Fußgänger mit rutschigen Straßen rechnen.
Die städtischen Streufahrzeuge sind bereits seit den Nachtstunden im Einsatz. «Wir haben alle verfügbaren Fahrzeuge mobilisiert und konzentrieren uns zunächst auf die Hauptverkehrsadern und wichtige Kreuzungen», erklärt Thomas Müller von den Düsseldorfer Stadtwerken. Auf den Rheinbrücken gilt besondere Vorsicht, da sich hier schnell Eisglätte bilden kann.
An den Weihnachtsmärkten in der Altstadt und am Schadowplatz sorgt der Schnee für festliche Stimmung, bedeutet aber auch mehr Arbeit für die Betreiber. «Wir müssen ständig die Wege freihalten, aber die Besucher lieben die winterliche Atmosphäre», berichtet Standbetreiberin Marie Schmidt.
Die Rheinbahn rechnet mit Verspätungen im oberirdischen Nahverkehr. Passagiere sollten mehr Zeit einplanen und auf Durchsagen achten. Meine Erfahrung mit Düsseldorfer Wintereinbrüchen zeigt: Oft folgt auf den ersten Schnee ein regelrechtes Verkehrschaos, weil viele noch nicht auf Winterreifen umgestellt haben.
Für Sonntag rechnen Meteorologen mit leichter Entspannung. Die Temperaturen sollen knapp über den Gefrierpunkt steigen, was jedoch zu Matsch auf den Straßen führen könnte. Das städtische Ordnungsamt erinnert Hauseigentümer an ihre Räum- und Streupflicht auf angrenzenden Gehwegen.
Bleibt die Frage: War’s das schon mit dem Winter, oder erleben wir nur einen Vorgeschmack auf die kommenden Wochen? Düsseldorfer sollten jedenfalls Handschuhe und Winterschuhe bereithalten.