Es war ein Eishockey-Derby, wie man es sich wünscht – intensiv, emotional und bis zur letzten Sekunde spannend. Am Ende mussten sich die Düsseldorfer jedoch mit 2:3 bei den Krefelder Pinguinen geschlagen geben. Vor 8.029 Zuschauern in der ausverkauften Yayla-Arena entwickelte sich von Beginn an ein packendes rheinisches Derby, das die Rivalität zwischen beiden Vereinen einmal mehr unter Beweis stellte.
Bereits nach 74 Sekunden gingen die Gastgeber durch einen präzisen Schuss von Martins Karsums in Führung. Die DEG wirkte zunächst nervös, fand aber mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel. In der 17. Minute gelang Bernhard Ebner der verdiente Ausgleich, als er einen Abpraller im Krefelder Tor unterbrachte.
Im Mitteldrittel erhöhte Krefeld den Druck. Alexander Weiß (29.) und Laurin Braun (36.) stellten auf 3:1 für die Pinguine. DEG-Trainer Thomas Dolak reagierte mit einer Umstellung der Reihen, was neuen Schwung ins Düsseldorfer Spiel brachte. Kenny Agostino verkürzte in der 47. Minute auf 2:3 und ließ die mitgereisten DEG-Fans wieder hoffen.
«Das Derby hat wieder einmal alles gehalten, was es versprochen hat», sagte DEG-Kapitän Alexander Barta nach dem Spiel. «Wir haben nach dem 1:3 Charakter gezeigt, aber am Ende hat es leider nicht ganz gereicht.» In den Schlussminuten drängten die Düsseldorfer vehement auf den Ausgleich. Trotz sechs Feldspielern in der letzten Minute – Torhüter Henrik Haukeland hatte für einen zusätzlichen Stürmer Platz gemacht – blieb der ersehnte Ausgleichstreffer aus.
Besonders bitter: DEG-Stürmer Tobias Eder traf 42 Sekunden vor Schluss nur den Pfosten. «Manchmal entscheiden Zentimeter», meinte ein sichtlich enttäuschter Eder nach der Partie. «Aber wir nehmen das Positive mit. Wenn wir so weiterspielen, werden wir bald wieder in der Erfolgsspur sein.»
Die Düsseldorfer bleiben durch die Niederlage auf Rang sieben der DEL-Tabelle. Bereits am Freitag gibt es die Chance zur Revanche, wenn die Krefelder zum Rückspiel in den Düsseldorfer ISS Dome kommen.