Eintracht Braunschweig Sieg gegen Dynamo Dresden mit Ansage
Es war ein Abend, der den Löwen-Fans Hoffnung macht. Mit einer überraschend souveränen Vorstellung bezwang Eintracht Braunschweig am Freitagabend die favorisierten Dresdner mit 2:0 und schickte damit ein deutliches Signal an die Konkurrenz im Abstiegskampf. Während in der Woche noch Krisengerüchte die Runde machten, präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Daniel Scherning wie ausgewechselt.
«Wir haben in der Kabine gesagt: Das ist typisch Dresden – und typisch Braunschweig», erklärte Scherning nach dem Spiel mit einem Lächeln. «Dresden hat eine unglaubliche Wucht und Fan-Power, wir haben eine außergewöhnliche Moral.» Diese Moral war auf dem Rasen deutlich zu spüren. Schon früh ging die Eintracht durch Kaufmann in Führung, der einen mustergültigen Konter nach 12 Minuten abschloss.
Was danach folgte, beeindruckte selbst eingefleischte Braunschweiger. Die Defensive stand kompakt, ließ die gefürchtete Dresdner Offensive kaum zur Entfaltung kommen. Die 29.000 Zuschauer im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion wurden immer stiller, während die mitgereisten Löwen-Fans die Stimmungshoheit übernahmen. Als Gómez in der 76. Minute nach einer Ecke zum 2:0 einköpfte, war die Partie entschieden.
Besonders auffällig war die neu gewonnene taktische Disziplin der Niedersachsen. «Wir haben die ganze Woche an unserem Umschaltspiel gearbeitet», verriet Mittelfeldmotor Donkor. «Man hat gesehen, dass der Plan perfekt aufgegangen ist.» Mit diesem Sieg verlässt Braunschweig vorerst die Abstiegsränge und kann mit neuem Selbstvertrauen in die kommenden Wochen gehen. Dresden hingegen muss sich nach drei Niederlagen in Folge fragen, ob der Aufstiegszug bereits abgefahren ist. Eines ist klar: Die 2. Liga bleibt unberechenbar – und Braunschweig ist wieder ein Faktor, mit dem zu rechnen ist.