Die Verkehrslage rund um den Deutsche Bank Park könnte am Sonntag zur Geduldsprobe werden. Wenn Eintracht Frankfurt um 17:30 Uhr auf Borussia Dortmund trifft, wird nicht nur das Stadion mit 58.000 Zuschauern ausverkauft sein – auch die Straßen und öffentlichen Verkehrsmittel dürften an ihre Grenzen stoßen. Die Polizei Frankfurt warnt bereits vor «erheblichen Verkehrsbehinderungen».
Erschwerend kommt hinzu, dass zeitgleich eine Sperrung auf der A3 zwischen Offenbacher Kreuz und Hanau den Verkehr zusätzlich belasten wird. Die Autobahn ist dort in Fahrtrichtung Würzburg komplett gesperrt. «Eine denkbar ungünstige Situation», bestätigt mir Stefan Werner von der Verkehrsleitzentrale Frankfurt. «Wir rechnen mit Rückstaus bis weit in die Stadtgebiete von Frankfurt und Offenbach.»
Die Verkehrsbehörde rät allen Stadionbesuchern dringend zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die S-Bahnen der Linien S7, S8 und S9 fahren verstärkt zum Stadion. Zusätzliche Straßenbahnen der Linie 21 werden eingesetzt. «Trotzdem sollten Fans mehr Zeit einplanen», betont ein Sprecher der VGF.
Anwohner im Stadionumfeld müssen sich auf Parkplatzknappheit einstellen. Die Ordnungsbehörde wird verstärkt kontrollieren und Falschparker konsequent abschleppen lassen. «Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass bei Risikospielen wie diesem oft Rettungswege zugeparkt wurden», erinnert sich Bezirkspolizist Holger Kranz.
In meinen fast zwanzig Jahren Berichterstattung habe ich selten eine solche Verkehrskonstellation bei einem Bundesligaspiel erlebt. Die Kombination aus ausverkauftem Topspiel und Autobahnsperre könnte für ein echtes Verkehrschaos sorgen.
Fans, die mit dem Auto anreisen müssen, sollten frühzeitig aufbrechen und die Park-and-Ride-Plätze an den Stadträndern nutzen. Was bleibt, ist die Hoffnung auf Spielfreude auf dem Platz – und Geduld auf den Straßen.