FC Bayern Basketball bezwingt Rostock: Digitale Fan-Erlebnisse revolutionieren den Sport in der BMW Arena
Die Basketballer des FC Bayern München haben am Sonntagabend einen überzeugenden 89:75-Heimsieg gegen die Rostock Seawolves eingefahren. Was aber fast noch faszinierender war als das Spielgeschehen selbst: Die Art und Weise, wie die 6.500 Zuschauer in der BMW Arena das Spiel erlebten – nämlich hochgradig digitalisiert und interaktiv.
«Wir haben die Fan-Experience komplett neu gedacht», erklärt Bastian Kerner, Digitalchef der Bayern-Basketballer. «In der neuen Arena können Fans per App nicht nur ihre Getränke bestellen, sondern auch auf 360-Grad-Kameraperspektiven zugreifen und sogar die Laufwege einzelner Spieler in Echtzeit verfolgen.»
Was in München gerade passiert, ist mehr als ein Spiel – es ist die Verschmelzung von Live-Sport und digitaler Erfahrung. Die neuen Tracking-Systeme liefern den Zuschauern während des Spiels Statistiken wie Sprungkraft, Laufgeschwindigkeit und Wurfeffektivität direkt aufs Smartphone. Bei jedem Dreier von Carsen Edwards – der mit 18 Punkten glänzte – leuchteten nicht nur die Bildschirme der Arena auf, sondern auch hunderte Smartphones mit personalisierten Jubel-Animationen.
Was besonders auffällt: Die digitalen Elemente lenken nicht vom Sport ab, sondern verstärken das Gemeinschaftsgefühl. Als Weltmeister Andreas Obst im letzten Viertel zwei wichtige Dreier versenkte und die Münchner endgültig auf die Siegerstraße brachte, vibrierten die Smartphones der Zuschauer synchron – und die Halle bebte. Über 78% der Anwesenden nutzten aktiv die Arena-App, ein Rekordwert in der Bundesliga.
Wohin führt diese Verschmelzung von Live-Sport und digitalen Erlebnissen? Die Bayern-Basketballer haben die Nase vorn, andere Teams ziehen nach. Die Frage ist nicht mehr, ob der Besuch in der Arena digital wird, sondern wie wir die Balance zwischen dem unmittelbaren Sporterlebnis und seinen digitalen Erweiterungen finden. Ein Thema, das weit über den Basketball hinausreicht – und uns zeigt, wie sehr sich unser Verständnis von «live dabei sein» gerade wandelt.