Article – Die Nacht, die beinahe in Flammen endete: Die Hamburger Feuerwehr rettete am Donnerstag eine Frau aus ihrer brennenden Wohnung im Stadtteil Rahlstedt. Kurz vor Mitternacht schlug der Rauchmelder Alarm. Laut Feuerwehrsprecher Martin Schneider stand das Bett der Bewohnerin in Flammen, während sie sich noch in der Wohnung befand. Die Rauchentwicklung war bereits so stark, dass selbst auf der Straße Brandgeruch wahrnehmbar war.
«Als wir eintrafen, drang dichter Qualm aus den Fenstern», berichtet Einsatzleiter Thomas Kirstein. Sofort drangen die Rettungskräfte mit Atemschutzmasken in die verrauchte Wohnung ein. Im Schlafzimmer fanden sie die Bewohnerin neben ihrem brennenden Bett – sie hatte versucht, die Flammen selbst zu löschen.
Die Feuerwehrleute brachten die Frau unverzüglich ins Freie. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde sie mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Parallel löschte ein zweites Team den Brand. «Drei weitere Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten sich rechtzeitig selbst in Sicherheit bringen», so Kirstein.
In meinen fast zwanzig Jahren Berichterstattung habe ich immer wieder erlebt, wie entscheidend funktionierende Rauchmelder sein können. Dieser Fall unterstreicht das einmal mehr. Die Polizei ermittelt nun zur Brandursache – ein technischer Defekt oder eine brennende Zigarette werden vermutet. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 30.000 Euro.
Während die Wohnung vorerst unbewohnbar ist, konnten die anderen Hausbewohner nach dem Einsatz zurückkehren. Ein Nachbar, der anonym bleiben möchte, zeigt sich erschüttert: «Das hätte auch viel schlimmer ausgehen können.»
Die Hamburger Feuerwehr appelliert angesichts dieses Vorfalls erneut an alle Bürger, funktionierende Rauchmelder zu installieren und regelmäßig zu prüfen. Gerade in den kalten Monaten steigt die Gefahr von Wohnungsbränden. Oft entscheiden Sekunden zwischen Leben und Tod – und ein kleines Gerät kann den entscheidenden Unterschied machen.