Am Heiligabend herrschte bei der Dresdner Feuerwehr Hochbetrieb: 215 Einsätze mussten die Kameradinnen und Kameraden bewältigen. Das sind fast dreimal so viele wie an einem durchschnittlichen Tag. Allein 153 Rettungsdiensteinsätze verzeichnete die Leitstelle, dazu kamen 62 Feuerwehreinsätze.
Besonders dramatisch: In Altfranken fing ein Balkon im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses Feuer. Die Flammen drohten auf die Wohnung überzugreifen. «Innerhalb weniger Minuten konnten wir den Brand unter Kontrolle bringen und Schlimmeres verhindern», berichtet Einsatzleiter Marco Förster. Die vier Bewohner blieben unverletzt, konnten jedoch wegen Rauchschäden nicht in ihre Wohnung zurückkehren.
In Dresden-Leuben wiederum sorgte ein brennender Adventskranz für einen Feuerwehreinsatz. Ein aufmerksamer Nachbar bemerkte den Rauch und alarmierte die Einsatzkräfte, die den Brand rasch löschten. Die Wohnungsinhaberin kam mit dem Schrecken davon.
Nach meiner Erfahrung ist die Adventszeit immer besonders einsatzreich. Während meiner Recherchen in der Leitstelle fiel mir auf, wie konzentriert die Einsatzkräfte trotz des Festtags arbeiteten. «Wir sind darauf vorbereitet, dass es gerade an Heiligabend zu mehr Notfällen kommen kann», erklärt Feuerwehrsprecher Michael Klahre. Die häufigsten Ursachen: Kerzen an Adventskränzen und Weihnachtsbäumen sowie überlastete Stromkreise durch Lichterketten.
Für die kommenden Feiertage mahnt die Feuerwehr zur Vorsicht: Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen und brennbare Materialien fernhalten. Und doch bleibt der Gedanke: Während viele von uns im Kreis der Familie feierten, sorgten die Einsatzkräfte für unsere Sicherheit – ein besonderer Dienst an der Gemeinschaft.