In Dresden sorgte am Nachmittag ein Feuerwehreinsatz am bekannten Hansahaus am Schlesischen Platz für Aufsehen. Gegen 14:30 Uhr rückten mehrere Löschfahrzeuge aus, nachdem Rauchentwicklung im Dachbereich des markanten Gebäudes gemeldet worden war. Nach Angaben der Feuerwehr wurden vorsorglich mehrere Geschäfte im Erdgeschoss geräumt. Etwa 30 Personen mussten das Gebäude verlassen.
Die Einsatzkräfte konnten schnell Entwarnung geben. «Es handelte sich glücklicherweise nicht um einen Gebäudebrand, sondern um einen technischen Defekt an einer Lüftungsanlage», erklärte Einsatzleiter Thomas Müller vor Ort. Durch den Defekt war es zu einer starken Rauchentwicklung gekommen, die von Passanten bemerkt wurde.
Die Berufsfeuerwehr Dresden war mit drei Löschfahrzeugen und einer Drehleiter im Einsatz. Unterstützung erhielten sie von der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt. Die Techniker konnten die defekte Anlage nach kurzer Zeit abschalten und sichern.
Für mich als Reporterin ist es immer wieder beeindruckend zu sehen, wie schnell die Dresdner Feuerwehr bei solchen Einsätzen vor Ort ist. In meinen fast zwanzig Jahren Berichterstattung habe ich gelernt: Bei Gebäuden mit großem Publikumsverkehr wird nie ein Risiko eingegangen.
Der Verkehr rund um den Schlesischen Platz musste für etwa eine Stunde umgeleitet werden, was im Nachmittagsverkehr zu leichten Behinderungen führte. Gegen 15:45 Uhr konnten alle Sperrungen wieder aufgehoben werden. Die Geschäfte im Hansahaus haben ihren Betrieb mittlerweile wieder aufgenommen.
Die Feuerwehr Dresden verzeichnet jährlich rund 300 Einsätze wegen technischer Defekte in Gewerbegebäuden. Dieser Fall zeigt einmal mehr: Regelmäßige Wartung technischer Anlagen ist unverzichtbar – und schnelles Handeln bei ersten Anzeichen von Rauch kann größeren Schaden verhindern.