Die Frankfurter Winterprognose steht im auffälligen Kontrast zum Rest Deutschlands. Während der Deutsche Wetterdienst für große Teile des Landes Schneechaos und Extremfrost ankündigt, bleibt die Rhein-Main-Region bemerkenswert stabil. Aktuell zeigt das Thermometer in Frankfurt 7 Grad – deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
«Frankfurt hat seit Jahren eine Sonderrolle im deutschen Winterwetter«, erklärt Meteorologe Michael Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst. «Der Taunus bildet einen natürlichen Schutzwall, der Kaltluftmassen häufig abhält.» Diese geografische Besonderheit sorgt dafür, dass die Mainmetropole auch diesen Winter voraussichtlich glimpflich davonkommt.
In meinen fast zwei Jahrzehnten Berichterstattung habe ich dieses Phänomen immer wieder beobachtet. Während die Kollegen aus Bayern und Sachsen Bilder von eingeschneiten Dörfern sendeten, konnte ich in Frankfurt oft bei milden Temperaturen draußen recherchieren.
Die Folgen sind spürbar: Weniger Streusalz-Einsatz, geringere Heizkosten und entspanntere Verkehrsbedingungen. «Die Stadt spart durch diese Wetterlage etwa 1,2 Millionen Euro pro Winter«, bestätigt Stadtkämmerer Bastian Bergmann.
Trotz der relativ milden Prognose bereitet sich die Frankfurter Verkehrsgesellschaft vor. «Wir haben Erfahrung mit plötzlichen Wetterwechseln», sagt VGF-Sprecherin Claudia Weiss. «Unsere Winterdienst-Teams stehen bereit.»
Für den Rest des Landes sieht es anders aus. Bayern, Sachsen und Thüringen müssen sich auf extreme Schneefälle einstellen. Wie sich das Wetter in Deutschland entwickelt, bleibt ein Schauspiel der Gegensätze. Für Frankfurt gilt vorerst: Winter light.