Die nächste Saison der Stadtteilfeste im Frankfurter Westen nimmt bereits konkrete Formen an. Für 2026 planen die westlichen Stadtteile vom Gallus über Höchst bis Sindlingen wieder eine bunte Vielfalt an Veranstaltungen. Besonders das Höchster Schlossfest soll mit einer erweiterten Bühne für lokale Bands und einem Kunsthandwerkermarkt neue Besucherrekorde erreichen. Aktuellen Planungen zufolge werden rund 50.000 Besucher erwartet.
Während meiner Recherche im Frankfurter Westen fällt mir auf, wie stark sich die Identifikation der Menschen mit ihren Stadtteilen entwickelt hat. «Wir wollen mit dem Unterliederbach-Festival zeigen, dass auch kleinere Stadtteile kulturell einiges zu bieten haben», erklärt Petra Kleinert vom Organisationskomitee. Das Festival wird erstmals eine dreitägige Veranstaltung mit Fokus auf Nachhaltigkeit und regionalen Produkten.
In Sindlingen hingegen setzt man auf Bewährtes: Die Country Night, die in diesem Jahr über 8.000 Besucher anzog, wird 2026 zum zwanzigsten Mal stattfinden. «Wir planen eine große Jubiläumsshow mit internationalen Künstlern», verrät Organisator Michael Schulz. Das Gallus-Straßenfest wird um eine multikulturelle Meile erweitert, die die Vielfalt des Stadtteils widerspiegelt.
Die Terminkoordination der verschiedenen Veranstaltungen stellt die Organisatoren vor Herausforderungen. «Wir müssen aufpassen, dass sich die Feste nicht kannibalisieren», so Stadtrat Thomas Becker. Zum ersten Mal gibt es daher eine zentrale Koordinationsstelle für alle westlichen Stadtteile.
Eines ist klar: Der Frankfurter Westen will sein Image als lebendiger, vielfältiger Teil der Mainmetropole weiter stärken. Ob diese ambitionierten Planungen angesichts der städtischen Finanzlage alle umgesetzt werden können, wird sich zeigen. Aber die Begeisterung der Ehrenamtlichen ist ungebrochen.