Der Verkehr kam zum Stillstand, als in der Frankfurter Flughafen-Gegend eine 53-jährige Frau gestern Nachmittag schwer verletzt wurde. Nach dem Ausstieg aus einem Linienbus trat sie hinter dem Bus auf die Fahrbahn und wurde von einem 38-jährigen Autofahrer erfasst, der gerade überholte. Die Frau erlitt schwere Verletzungen und kam ins Krankenhaus.
Was mich beim Eintreffen am Unfallort betroffen machte: Reisende mit Koffern standen fassungslos daneben, während Sanitäter die Verletzte versorgten. Der Busfahrer wirkte geschockt, zitterte sichtbar. «Ich habe sie noch gesehen, wie sie ausgestiegen ist, dann war da plötzlich das Auto», berichtete er mir mit brüchiger Stimme.
Laut Polizeisprecherin Jana Müller ereignete sich der Unfall gegen 14:30 Uhr in der Flughafenstraße. «Der Autofahrer hatte offenbar nicht mit einer Person gerechnet, die hinter dem Bus die Straße überquert», erklärte sie. Ein Flughafenmitarbeiter, der den Unfall beobachtete, fügte hinzu: «Es ging alles sehr schnell. Viele überholen hier trotz durchgezogener Linie.»
An der Unfallstelle finden sich keine Zebrastreifen oder Ampeln. Ein Problem, das ich aus ähnlichen Bushaltestellen in Baden-Württemberg kenne – oft fehlen dort sichere Übergänge für Fußgänger.
Die Polizei ermittelt nun den genauen Unfallhergang. Experten für Verkehrssicherheit fordern seit Jahren bessere Schutzmaßnahmen an Bushaltestellen. Und während ich die Unfallstelle verlasse, frage ich mich: Wie viele solcher vermeidbarer Unfälle müssen noch passieren, bevor Haltestellen sicherer gestaltet werden?