In Hamburg gibt es gute Nachrichten: Die Anzahl der Gewaltverbrechen ist deutlich zurückgegangen. Laut der aktuellen Kriminalstatistik des Landeskriminalamts sank die Gewaltkriminalität im ersten Halbjahr 2024 um beachtliche 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders erfreulich: Die Zahl der Körperverletzungen nahm um 8,1 Prozent ab.
Die positive Entwicklung zeigt sich vor allem in den Bereichen, die Bürgerinnen und Bürger im Alltag direkt betreffen. Innensenator Andy Grote (SPD) betont: «Diese Zahlen sind ein wichtiges Signal für mehr Sicherheit in unserer Stadt.» Der Senator führt den Rückgang auf verstärkte Polizeipräsenz an Kriminalitätsschwerpunkten und gezielte Präventionsprogramme zurück.
Besonders deutlich ist die Verbesserung in den ehemaligen Brennpunkten rund um den Hauptbahnhof. Dort hat die spezielle Taskforce der Polizei die Lage spürbar entspannt. Als ich vergangene Woche am Hauptbahnhof unterwegs war, fiel mir die erhöhte Polizeipräsenz sofort auf – ein Anblick, der vielen Hamburgerinnen und Hamburgern ein Gefühl von Sicherheit gibt.
Auch bei Jugendlichen sinkt die Gewaltbereitschaft. «Unsere Präventionsarbeit an Schulen trägt langsam Früchte», erklärt Kriminalhauptkommissarin Melanie Weber. Die Statistik zeigt bei jugendlichen Straftätern einen Rückgang um fast 10 Prozent.
Trotz der positiven Trends bleibt die Polizei wachsam. Denn während die klassische Gewaltkriminalität abnimmt, steigen Cyberkriminalität und Betrugsfälle weiter an. Der Wandel der Kriminalität stellt uns vor neue Herausforderungen – während wir auf den Straßen sicherer werden, müssen wir im digitalen Raum noch besser aufpassen.