Der Deutsche Wetterdienst hat eine dringende Warnung für Berlin und Brandenburg herausgegeben: In den kommenden Stunden droht gefährliches Glatteis. Besonders im Norden Brandenburgs und in Berlin müssen Menschen mit spiegelglatten Straßen und Gehwegen rechnen. Die Wetterdienste sprechen von einer «Extremwetterlage», die noch bis in den Nachmittag anhalten kann.
Auf dem Weg zur Redaktion heute Morgen habe ich selbst erlebt, wie tückisch die Situation ist. An Haltestellen standen ratlose Pendler, während Busse nur im Schneckentempo vorankamen. «Wir raten dringend, nicht notwendige Wege zu verschieben», sagt Meteorologe Christian Meyer vom DWD. Die Berliner Verkehrsbetriebe haben bereits reagiert und den Busverkehr in einigen Stadtteilen vorübergehend eingestellt.
Das Phänomen entsteht durch gefrierenden Regen, der auf die kalten Oberflächen trifft und sofort zu Eis wird. In Brandenburg sind bereits mehrere Unfälle gemeldet worden. Die Rettungsdienste sind im Dauereinsatz. Krankenhäuser in Berlin berichten von einem deutlichen Anstieg an Knochenbrüchen und Prellungen.
Die Stadtreinigung ist mit Hunderten Streufahrzeugen unterwegs, kommt aber kaum hinterher. «Seit meiner Zeit in Hamburg habe ich selten eine so flächendeckende Glatteissituation erlebt», bemerke ich beim Blick aus dem Redaktionsfenster auf die spiegelglatte Straße.
Was können wir aus dieser Wettersituation lernen? Die immer häufigeren Extremwetterlagen fordern unsere Infrastruktur heraus. Für morgen erwarten die Meteorologen eine Entspannung – doch wer heute raus muss, sollte sich Zeit nehmen und vorsichtig sein. Manchmal ist langsamer eben sicherer.